Nürnberger Hilfsmittelraum in neuem Glanz

Barrierefreie Kchenelemente
 Barrierefreie Küchenelemente © BBSB e.V. / G. Frühwald

Der Hilfsmittelraum des Nürnberger Beratungs- und Begegnungszentrums des BBSB erstrahlt seit Kurzem im neuen Glanz. Rehalehrerin Kirsten Hüser-Nuß und Leiter der Bezirksgruppe Mittelfranken Paul Brunner im Interview:

Danke an die Glücksspirale und die Marie-Hack-Stiftung

Unser herzlicher Dank an geht an die Glücksspirale und die Marie-Hack-Stiftung, deren finanzielle Unterstützung die Neugestaltung ermöglichte.

3D-Drucker im BIT-Zentrum

3D-Karten aus dem Drucker von jeder beliebigen Adresse dieser Welt

Die taktilen Karten bestehen aus stabilem, leicht flexiblem Kunststoff. Mit einer Größe von 17x17cm liegen sie angenehm in der Hand. Der Standard-Maßstab beträgt 1:2000 und erlaubt eine gute Erkennung auch dichter innerstädtischer Bereiche.

Wie entstehen die 3D-Karten?

Für die Modelle wird das aktuelle Kartenmaterial von OpenStreetMap verwendet. Das Programm Touch-Mapper (www.touch-mapper.org) wandelt die wesentlichen Elemente in eine dreidimensionale Darstellung um. In einem aufwändigen Verfahren werden die Karten dann über mehrere Stunden in einem 3D-Drucker gedruckt.

Was bilden die 3D-Karten ab?

Gebäudegrundrisse, Straßenzüge, Fußwege, Bürgersteige und Bahnlinien sind gut zu differenzieren. Auch Flüsse und Seen sind anhand der Oberflächenstruktur klar zu erkennen. Die gewünschte Adresse (z.B. Arnulfstr. 22, München) ist durch eine kleine Spitze gekennzeichnet.

Wofür können die Besteller 3D-Karten nutzen?

Zur Orientierung, um Neues zu entdecken oder von einer Gegend eine noch bessere Vorstellung zu entwickeln. Ob die eigene Wohngegend, der Urlaubsort oder die genau für den Besteller persönlich interessante Gegend, das Kartenmaterial setzt hier keine Grenzen.
Der Umgang mit 3D-Karten erfordert etwas Übung. Erläuterungen im Austausch mit einer sehenden Person, über technische Hilfsmittel (z.B. Kartendienste mit Voice-Over) oder der zusätzlich bestellbaren, individuellen Beschreibung durch das BIT-Zentrum werden empfohlen.

Neben dem Erstellen von 3D-Drucken bietet das BIT-Zentrum weitere Dienstleistungen an: Je nach individuellem Kundenwunsch werden vom Fachbuch über Romane bis hin zur Gebrauchsanleitung Texte aller Art in Punktschrift, Großdruck, barrierefreie PDFs oder Audioversion umgesetzt.

Danke an Aktion Mensch e.V.

Der BBSB e.V dankt der Aktion Mensch für ihre finanzielle Unterstützung, die die Anschaffung des 3D-Druckers ermöglichte.

Weitere Informationen zu den Angeboten des BIT-Zentrums finden Sie hier.
Auf der Website des BBSB finden Sie außerdem einen Braille-Übersetzer:

Bei Rückfragen zum BIT-Zentrum und seinen Angeboten steht Ihnen der Leiter des BIT-Zentrums Robert Müller unter 089 55988-235 gerne zur Verfügung.

Einzelblatt-Brailledrucker

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Einzelblatt-Brailledrucker © BBSB e.V.


Neu: Speisekarten und Briefe in Punktschrift

Während die Produktion großer Textmengen von Zeitschriften oder Rundschreiben über die Schnelldrucker ungestört weiterläuft, erledigt der Einzelblatt-Brailledrucker gleichzeitig ganz individuelle Aufträge in kleiner Auflage. Damit wird die Produktivität insgesamt gesteigert, auch weil durch den Einsatz von Einzelblättern nachträgliches Schneiden entfällt.
Zudem ist dieser Drucker in der Lage, ungelochtes Papier zu verarbeiten, was ebenso eine Neuerung darstellt.

Darüber hinaus können Kunden jetzt auch verschiedene genormte Papiergrößen - von Kleinformaten bis hin zu DIN A3 -, spezielle Materialien oder Sonderformate bestellen, etwa Speisekarten oder Produktbeschriftungen auf Folie.

Das Gerät ermöglicht außerdem die Ausgabe in zahlreichen Sprachen durch die in den Drucker eingebauten Braille-Übersetzer.

Wir danken der Sibylla Schmidt-Stiftung der Landeshauptstadt München für ihre finanzielle Unterstützung!

 

Leitsystem in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Zugang Gedenkstaette klein 

© KZ-Gedenkstätte Dachau/Maximilian Lütgens

Seit Mai 2016 führen Leitstreifen zum Tasten und Aufmerksamkeitsfelder aus unterschiedlichen Materialien von der Bushaltestelle Pater-Roth-Straße bis an die Informationstheke des Besucherzentrums im Gebäude der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Dieses durchdachte Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen entstand in einer sehr intensiven, dreijährigen Zusammenarbeit von Mitarbeitern der KZ-Gedenkstätte, der Stadt Dachau und des staatlichen Bauamtes Freising sowie von Architekten und von Mitarbeitern des BBSB e.V.

Die Landesverkehrsbeauftragte vom BBSB-Servicebüro Barrierefreie Umwelt und der sie unterstützende Arbeitskreis für Barrierefreie Umwelt- und Verkehrsraumgestaltung (BUV) zeigten Stolperstellen für seheingeschränkte Menschen auf, informierten über die Anforderungen an ein Blindenleitsystem und testeten Musterflächen mit Leitstreifen aus alternativen Materialien wie Granit und Marmor auf Taktilität und Kontrast.
Nicht zuletzt nahmen sie das fertige System bei einer Begehung ab.

Nachdem die Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder bereits einige Monate im Einsatz waren, evaluierte das BBSB-Team das Leitsystem nochmals. Hierbei wurden wenige Mängeln, entstanden durch den Gebrauch, festgestellt und behoben.

Durch diese erfolgreiche Kooperation verschiedener Akteure konnte ein barrierefreier Zugang für blinde und sehbehinderte Menschen geschaffen und die Teilhabe seheingeschränkter Menschen am kulturellen Leben wieder ein gutes Wegstück vorangebracht werden.

 

Klicksonar-Seminar im Herbst 2016

Im Herbst 2016 organisiserte der Arbeitskreis Elternarbeit des BBSB e.V. ein Klikcksonar-Seminar für Kinder und Jugendliche, das von der Sparda Bank und die Edith-Haberland-Wagner Stiftung finanziell untersützt wurden:

Nasses Laub, matschige Erde und überall Gestrüpp. Eine Wanderung jetzt im Herbst hat ihre Stolperfallen – erst recht für Menschen mit Seheinschränkung. In einem Seminar des BBSB e.V. haben blinde und sehbehinderten Kinder eine neue Technik gelernt, um sich im Alltag zurechtzufinden. Sie waren mit ihren Eltern und den Kursleitern in einem Wald bei Hartenstein unterwegs.

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