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BBSB-Mitgliederrundschreiben 2017 - BBSB-Inform - 11.09.2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

 

heute lesen sie in BBSB-Inform das BBSB Mitgliederrundschreiben 2017.

 

 

wir vertreten über 80.000 blinde, sehbehinderte und zusätzlich gehandikapte Menschen in Bayern. Zahlreiche Mitglieder unterstützen den BBSB e. V. und seine

 

Ziele. Wissen Sie, warum sie das tun? Die Antwort eines unserer Mitglieder ist: „Weil er meine Interessen vertritt und mir mit Rat und Tat hilft, selbstständig

 

zu bleiben.“ Genau darum geht es uns. Daher berichten wir Ihnen in diesem Rundschreiben von unseren Forderungen im Bereich schulische Inklusion, unserem Fortschritt beim Sehbehindertengeld für hochgradig sehbehinderte Menschen in Bayern, dem Erfolg unseres mobilen Angebots BPA Beratungsmobil im dritten Jahr und unserem Engagement im Bereich Barrierefreiheit.

 

Für Sie zur Info: Sie erhalten dieses Schreiben ebenso in Schwarzschrift.

 

 

1. Schulische Inklusion: Unsere Forderung

 

Eine umfassende schulische Bildung ist die Voraussetzung dafür, dass blinde und sehbehinderte Menschen sich und ihre Bedürfnisse eigenständig vertreten

 

und Verantwortung in Gesellschaft, Familie und Beruf übernehmen können. Heute haben betroffene Familien in Bayern die Wahlfreiheit zwischen Förder- und

 

Regelbeschulung. Leider haben aber betroffene Schüler an Regelschulen heute noch sehr häufig verbesserungswürdige Bildungsbedingungen und keinen vollen

 

Zugang zu den blinden- und sehbehindertenspezifischen Fördermöglichkeiten. Für einen Menschen mit Behinderung ist eine umfassende, seinen Fähigkeiten und

 

Neigungen entsprechende Bildung aber fast noch wichtiger als für einen nicht davon Betroffenen: Hier entscheiden sich Schicksale.

 

Daher wollen wir zur Verbesserung der Bildungssituation betroffener Kinder und Jugendlicher beitragen. In der Stellungnahme zur Anpassung des Bayerischen

 

Schulfinanzierungsgesetzes wies der BBSB e. V. auf mögliche Regelungslücken im Bereich

 

der Heimkostenzuschüsse bei Förderschulen hin und machte sich für den Verbleib der

 

Zuständigkeit für die Schülerbeförderung stark. Wir legen einen großen Schwerpunkt auf

 

die Bereitstellung adaptierter Schulbücher und ausreichender Finanzmittel für die Herstellung der Arbeitsblätter in der für die betroffenen Schülerinnen

 

und Schüler geeigneten Form. In seiner Stellungnahme zur Änderung des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen betonte der BBSB e. V., dass bei der vertieften

 

Behandlung der Themen Informatik und Digitalisierung im Gymnasialunterricht sicherzustellen ist,

 

dass sehbehinderte und blinde Schüler an dieser Verbesserung partizipieren können.

 

Neben dem Erlernen des Umgangs mit diesen Geräten ist zu gewährleisten, dass betroffene Schülerinnen und Schüler im Gebrauch ihrer Hilfstechnologien, Screenreader

 

und Vergrößerungsprogramme geschult werden.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von den Elternreferentinnen Heike

 

Thoma (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

und Martina Hell (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

 

2. Blickpunkt Auge Beratungsmobil: Schnelle Hilfe bei Sehveränderungen

 

Seit Januar 2015 ist das Beratungsmobil inzwischen auf Tour. Die Regionen für den zunächst dreijährigen Projektzeitraum wurden bewusst so gewählt, dass

 

gerade auch ländliche Gebiete vom neuen Angebot profitieren. In Niederbayern, der Oberpfalz sowie den Einzugsgebieten der Bezirksgruppen Schwaben-Augsburg

 

und Unterfranken-Würzburg ist das Team aus hauptamtlicher mobiler Beraterin und ehrenamtlichen Blickpunkt-Auge-Beratern aus der Region regelmäßig unterwegs.

 

An geeigneten Standorten wie Marktplätzen, vor Geschäften oder Zentren für betreutes Wohnen ist das Beratungsteam für Ratsuchende da. Dies sind meist von

 

Sehveränderungen Betroffene, können aber auch Angehörige und andere am Thema Interessierte sein. Auch beliebte Ausstellungen wie die Augsburger Frühjahrsausstellung

 

oder die Mainfrankenmesse suchen wir mit dem Mobil auf und sind gerade dort stets sehr gefragt.

 

Seit Beginn des Mobil-Projekts sind mehr als 7000 Menschen auf unser Mobil und damit die Beratungsangebote des BBSB e. V. aufmerksam geworden. Viele haben

 

erst dadurch erfahren: Ihr Weg in Arbeit und Freizeit, in Haushalt und Hobby geht weiter, auch mit Veränderungen beim Sehen.

 

Daher freuen wir uns und danken den zahlreichen privaten Spendern sowie den Partnern dieses Projekts herzlich, die dieses innovative Hilfsangebot ermöglichen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie von Projektkoordinator Dr. Pavkovic

 

(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

 

3. Sehbehindertengeld: Aktueller Stand

 

Nach fast zehn Jahren unablässiger Bemühungen haben wir mit großer Freude und Dankbarkeit den Beschluss der CSU-Landtagsfraktion im August 2016 aufgenommen:

 

Ab dem Jahr 2018 sollen nicht nur blinde und taubblinde Menschen, sondern auch Menschen mit einer hochgradigen Sehbehinderung unterstützt werden. Ab 2018

 

sollen jährlich 12 Millionen Euro im Haushalt für diesen Zweck bereitgestellt werden.

 

Wir haben somit Anlass zur Hoffnung, dass unsere – gemeinsam mit Vertretern der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe und Bildungseinrichtungen in Bayern

 

– gestartete Initiative zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden wird. Wir werden die weitere Entwicklung intensiv begleiten.

 

 

4. Mehr Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen

 

So wie alle Menschen wollen auch blinde und sehbehinderte Menschen ein eigenständiges, möglichst „normales“ Leben führen. Meist ist es aber so, dass sie

 

bei ihrer Orientierung und Fortbewegung im Straßenverkehr, in öffentlichen Verkehrsmitteln und in öffentlichen Gebäuden behindert werden, weil taktile,

 

visuelle oder akustische Informationen fehlen. Ihre Bedürfnisse werden bei Planung und Bau zu wenig beachtet. Damit die Belange und Interessen von blinden

 

und sehbehinderten Menschen besser berücksichtigt werden, beraten unser Servicebüro und das Referat Barrierefreie Umwelt und Verkehrsraumgestaltung z.B. kommunale Bauherren und die Deutsche Bahn bei herausragenden Projekten. Schwerpunkte der laufenden Arbeiten sind z.B. dabei:

 

Gartenschau Pfaffenhofen a. d. Ilm

 

Sozialgericht Augsburg und Hauptbahnhof Augsburg

 

Bahnhof Kempten und Stadtmuseum Kempten

 

Barrierefreie Altstadt Landshut

 

Wir arbeiten darüber hinaus an der Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Bayerischen Architektenkammer.

 

Ihre Ansprechpartner sind Landesverkehrsbeauftragter Johannes Voit

 

(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und Referent Karl Depner (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

 

5. Ihre Spende für mehr Barrierefreiheit

 

Um die größtmögliche Wirkung zu erzielen, unterstützt ein Team aus 14 haupt- und ehrenamtlichen BBSB-Mitarbeitern das Servicebüro und das Referat. Die

 

Teammitglieder sind als Experten unterwegs und können geografisch den gesamten bayerischen Raum abdecken. Vor Ort geben sie beispielsweise bei Bauprojekten

 

Empfehlungen für praxisorientierte Lösungen, um für blinde und sehbehinderte Menschen die selbstständige Orientierung zu erleichtern. Damit die Berater

 

des Teams bestmöglich arbeiten können, benötigen sie eine sehende Fachassistenz. Bereits 2015 haben Studenten des Bachelorstudiengangs Landschaftsarchitektur

 

der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf unser Team effizient unterstützt. Auch 2017 sollen unsere vereinten Kräfte für mehr Barrierefreiheit in Bayern sorgen.

 

Da unsere Ressourcen begrenzt sind und unser Service und Beratung kostenfrei sind, bitten wir Sie um Ihre Spende! Unterstützen Sie mit uns Barrierefreiheit

 

in Bayern. Jeder Betrag zählt!

 

 

Wir danken Ihnen sehr für Ihr Vertrauen und freuen uns, wenn wir Sie bei einer Bezirksgruppenveranstaltung oder im AURA-HOTEL Saulgrub treffen werden.

 

 

Herzliche Grüße

 

Judith Faltl

 

Landesvorsitzende

 

Dr. Stefan Insam

 

Stv. Landesvorsitzender

 

Steffen Erzgraber

 

Landesgeschäftsführer Verbands- und Sozialpolitik

 

Christian Scherm

 

Landesgeschäftsführer Finanzen und Administration

 

 

PS: Der Schwarzschriftversion, die alle Mitglieder erhalten, liegt ein Bestellcoupon und Rückkuvert bei, mit dem Sie Informationen zu unseren Angeboten anfordern können.

 

 

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Wählen Sie: 0871 7000 14000. Es gilt das für den benutzten Anschluss vereinbarte Verbindungsentgelt ohne Aufschlag.

 

 

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Judith Faltl Telefon 0 89 - 68 52 58

 

 

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