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Inklusionspreis für Unternehmen verliehen - zwei Preise gingen nach Bayern - App simuliert Sehbehinderung - BBSB-Inform - 16.10.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

 

Auszeichnungen für Volkswagen, Flughafen München, Berliner
Stadtreinigungsbetriebe, Biomarkt Geist und RO/SE Blechverarbeitung

 

Die Wirtschaft profitiert davon, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen –
das zeigen die fünf Unternehmen, die gestern in Berlin mit dem
„Inklusionspreis
2013 für Unternehmen“ ausgezeichnet worden sind. Der vom UnternehmensForum
ausgelobte Preis wird in diesem Jahr gemeinsam mit der
Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
vergeben. Er prämiert beispielhaftes Engagement in der Ausbildung und
Beschäftigung von Menschen mit Handicap. Schirmherr ist der Beauftragte der
Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.

 

Insgesamt fünf Unternehmen erhielten den begehrten Preis: In der Kategorie
„Großes Unternehmen“ wurde Volkswagen für sein vorbildliches Engagement
gewürdigt.
Besonders das Integrationsmanagement und die Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention beeindruckte die Juroren. „Volkswagen hat
alles, was man sich an inklusivem Engagement von einem Großunternehmen und fairen Arbeitgeber wünscht“, so ihr einhelliges Votum.

 

Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Flughafen München, der mit einer
Beschäftigungsquote von elf Prozent seine nachhaltigen Inklusionsaktivitäten
unterstreicht.
Er überzeugte in der Kategorie „Mittelgroßes Unternehmen“ vor allem durch
die Ausbildung junger Menschen mit geistiger Behinderung.

 

In der Kategorie „Öffentliches Unternehmen“ erhielten die Berliner
Stadtreinigungsbetriebe den Preis für Maßnahmen zur Weiterbeschäftigung
leistungsgewandelter Mitarbeiter: Externe Aufträge wurden nach innen verlagert, um
behindertenspezifische Arbeitsplätze anbieten zu können.

 

Der Biomarkt Geist aus dem baden-württembergischen Öhringen erhielt als
überzeugendster „Kleinbetrieb“ die Auszeichnung. Gleich drei junge Frauen
mit Mehrfachbehinderungen bedienen hier die Kunden.

 

Für ihr „Besonderes Engagement“ wurde zudem der RO/SE Blechverarbeitung aus
dem bayerischen Bad Birnbach der Inklusionspreis verliehen. Dem persönlichen
Engagement des Inhabers ist es zu verdanken, dass hier so viele Menschen mit
Behinderung eine Beschäftigung gefunden haben: fast 60 Prozent der
Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sind Menschen  mit Behinderung – darunter auch viele
leitende Kräfte.

 

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,
Hubert Hüppe, lobte das Engagement der Preisträger: „Diese Unternehmen
würdigen,
was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen alles leisten können.
Sie finden Lösungen und zeigen so, wo Menschen mit Behinderungen überall
tätig sein können. Es gibt keinen Grund, warum nicht noch viel mehr Menschen mit
Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten sollten.“

 

 

App simuliert die Sehbehinderung

Mit dem Sehbehinderungssimulator SehBiS stellen die dkd Internet Service
GmbH aus Frankfurt und der Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e.V.
(BSBH) gemeinsam eine kostenlose, deutschsprachige iOS-Applikation vor, die
häufige Sehbehinderungen und Sehstörungen simuliert. So können sich auch
Nicht-Sehbehinderte ein Bild davon machen, mit welchen Einschränkungen
Sehbehinderte im Alltag zurechtkommen müssen.

 

Was sehen Sehbehinderte bzw. was sehen sie nicht oder nur schlecht? Was
genau ist ein Glaukom? Und wie wirkt sich eine Netzhautablösung auf meine
›Sichtweise‹ aus? Sich vorzustellen, was es heißt, sehbehindert zu sein,
fällt Nicht-Sehbehinderten naturgemäß schwer. Dies soll sich mit der von der
dkd Internet Service GmbH veröffentlichten iOS-App ›SehBiS‹ ändern. SehBiS ist
ein kostenloser Sehbehinderungssimulator für das iPhone. Mit SehBiS lassen
sich acht in Deutschland weit verbreitete Sehbehinderungen und Sehstörungen
in jeweils drei Schweregraden simulieren. Zurzeit simuliert die App folgende
Sehstörungen: Diabetische Retinopathie, Glaskörpertrübung, Grüner Star
(Glaukom), Makuladegeneration, Netzhautablösung, Retinitis Pigmentosa,
Astigmatismus, Grauer Star (Katarakt). Unentgeltlich entwickelt hat das
Programm die dkd Internet Service GmbH in Frankfurt in enger Zusammenarbeit
mit dem Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e.V. (BSBH).

 

Die iPhone-App SehBiS kann kostenlos über den Apple iTunes Store
(http://itunes.apple.com/de/app/sehbehinderungssimulator/id622511699?l=en&mt
=8) geladen werden.

 

Ihr BBSB-Inform

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