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Noch freie Plätze in Filmbeschreiberseminar des BR und Hörfilmkino in München am 8. November - BBSB-Inform - 04.11.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Das Bayerische Fernsehen und Hörfilm e.V. suchen freiberufliche blinde Filmbeschreiber/innen für ihre Münchner Hörfilm-Autorenteams.
Als Einstieg in diese Tätigkeit empfiehlt sich der Besuch des Filmbeschreiber-Einsteiger-Seminars vom 21. bis 24. November beim BR in Freimann.
In diesem Seminar werden die notwendigen Grundlagen zum Thema vermittelt und unter Anleitung erste Beschreibungen verfasst.
Auch wird das Arbeiten im 3er Team und eine entsprechende Aufgabenverteilung ausprobiert.
Ein Blick in die Studioproduktion rundet das Programm ab.
Die Seminargebühr für die 4 Tage beträgt 350 Euro.

 

Ein Hörfilm-Team verfasst Filmbeschreibungen für Blinde und Sehbehinderte.
Das heißt, als Zusatzinformation zum Original-Ton eines Films (Dialoge, Geräusche, Musik) wird ein Text erarbeitet, der beschreibt, was man

sieht. Bilder werden in Worte "übersetzt".
Es wird in einem festen Dreier-Team gearbeitet: zwei sehende Personen, eine blinde.

Die Zusatztexte werden in erster Linie für Fernsehfilme erstellt.
Manchmal gibt es auch Dokumentationen oder Kinoproduktionen zu bearbeiten.
Potentielle Hauptauftraggeber sind der BR, Arte und der ORF.
Die Texte werden in den Studios der Sender mit professionellen Sprechern aufgenommen und sind dann bei Ausstrahlung im Fernsehen auf dem zweiten

Ton-Kanal als Mischung mit dem O-Ton des Films zu empfangen.

Voraussetzungen für die Arbeit in einem Autorenteam sind u.a.:
Mobilität, gute Allgemeinbildung, hohe sprachliche Kompetenz, Interesse an Film und Hörfilm, hohe Konzentrationsfähigkeit, sehr gute

Kommunikationsfähigkeit und die Fähigkeit, mit sachlicher Kritik gut umgehen zu können.
"Können" kann in diesem Sinne diese Arbeit niemand, der sie nicht schon einige Zeit gemacht hat.
Deswegen heißt es als neue/r Hörfilmautor/in ganz extrem: Learning by doing.

Der zeitliche Aufwand für die Hörfilmarbeit variiert, wie bei jeder freiberuflichen Tätigkeit und hängt sehr vom Engagement des gesamten Teams

ab. Pro Film kann man durchschnittlich eine Woche rechnen.
Die Aufträge kommen ziemlich unregelmäßig und öfter auch sehr kurzfristig.
Das verlangt ein hohes Maß an zeitlicher Flexibilität und die Bereitschaft, notfalls auch mal am Wochenende zu arbeiten.

Gearbeitet wird, wenn möglich,  reihum bei einem aus dem Team zu Hause. Den Film bekommt man vom Sender auf DVD. Er ist mit einem Timecode

versehen; das heißt, die Zeit läuft unten oder oben am Bildrand mit.
Dies ist notwendig, da man einen Text erstellt, bei dem eine Dialogzeile bzw. ein Geräusch und der Timecode den Sprecher-Einsatz des Textes

markieren. De facto sitzt man den ganzen Tag lang vor dem Fernsehgerät und dem Computer und formuliert mehr oder weniger jedes Wort gemeinsam.
Die Aufgaben sind hierbei schwerpunktmäßig folgendermaßen verteilt:
ein/e Sehende/r schreibt in der Regel; der/die zweite Sehende spult und sieht am intensivsten aufs Bild; der/die Blinde hat eine Kontrollfunktion

und achtet neben den hörbaren Informationen vor allem auf die Bildhaftigkeit und Schlüssigkeit der Texte.
Alle drei arbeiten am Text.
Zwingende Voraussetzung hierbei ist natürlich ein gutes Team-Klima.

Wer sich für diese Arbeit begeistern kann und sie sich zutraut, wer entsprechend zeit übrig hat, wer problemlos etwas Geld dazuverdienen darf

ohne Zuverdienstgrenzen zu überschreiten (Frührentner aufgepaßt!) wer bei sich und anderen zu Hause arbeiten kann und will Und wer im Großraum

München wohnt, wende sich bitte bald möglichst per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Hörfilmkino in München am 8. November
Am Freitag, den 8. November um 19.00 Uhr gibt es "Ziemlich beste Freunde" im Hörfilmkino des BBSB in der Arnulfstrasse 22 in München.
Zum Film: Eigentlich will sich Driss bei dem Vorstellungsgespräch nur eine Unterschrift für das Arbeitsamt abholen. Denn an der Stelle als

Pfleger für den querschnittgelähmten Philippe, der seit einem Unfall weder Arme noch Beine bewegen kann, hat er nun wirklich kein Interesse. Doch

der reiche Philippe findet Gefallen an dem ruppigen, frechen und auf seine Art sehr ehrlichen Driss, der keinen Hehl aus seinen wahren Absichten

macht und nicht vorgaukelt, den Job aus irgendwelchen moralisch wertvollen Gründen haben zu wollen. Driss ist überrascht, als er eingestellt

wird. Aber weil ihn seine Mutter gerade vor die Tür gesetzt hat - Driss war sechs Monate im Gefängnis und hatte sich nicht bei ihr gemeldet -

bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als sich auf die Probezeit einzulassen. Denn schließlich bietet Philippe ihm freie Kost und Logis an - in so

prächtigen Räumen, wie Driss sie noch nie gesehen hat.
Weil Driss so normal mit Philippe umgeht und dessen Behinderung nicht als Problem thematisiert, wirkt er auf Philippe so angenehm. Er sieht nicht

auf ihn herab, sondern begegnet ihm auf Augenhöhe. Und so reißt er diesen aus seinem üblichen Trott, streift mit ihm nachts durch Paris, raucht

mit ihm Joints und vermittelt ihm wieder eine vergessene Freude am Leben. Bis Philippe ihn eines Tages wieder gehen lassen muss, als Driss von

seiner Familie gebraucht wird.

 

Der Eintritt ist, wie immer, frei.
Freunde, Bekannte und Angehörige sind ebenfalls  herzlich willkommen.
Weitere Infos zum Film und Anmeldung (erwünscht, aber nicht zwingend):
Telefon: 0 89 - 55 9 88 239
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Ihr BBSB-Inform

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