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40jähriges Jubiläum der Bezirksgruppe Oberbayern Rosenheim - BBSB-Inform - 09.10.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Vor 40 Jahren hat sich die Bezirksgruppe Oberbayern-Rosenheim des Bayerischen Blinden­ und Sehbehindertenbundes (BBSB) gegründet.
Erklärtes Ziel war, ein Beratungsangebot für Betroffene in der Region zu schaffen, die sich untereinander austauschen und gemeinsam aktiv sein können, wie BBSB-Landesvorsitzende Judith Faltl beim Festakt zum Jubiläum im Kultur und Kongresszentrum Rosenheim vor vielen Gästen erklärte.


Wie sehr die geleistete Arbeit der Selbsthilfeorganisation in Stadt und Landkreis Rosenheim geschätzt wird, das machte BBSB-Bezirksgruppenleiterin Brigitte Lindmeier an den zahlreich erschienen Ehrengästen fest. Bis auf den letzten Platz war der Saal gefüllt, so viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Behörden sowie treue Weggefährten und Gönner waren zur 40-Jahr­Feier gekommen.


Lindmeier hob gleich zu Beginn ihrer Rede den großen Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen und hauptamtlichen BBSB-Mitarbeiter hervor. Sie hätten sich all die Jahre dafür eingesetzt, dass blinde und sehbehinderte Menschen wieder zu einem möglichst  selbstständigen und selbst bestimmten Leben zurückfinden können.
Besonders hervorzuheben ist nach den Worten der Bezirksgruppenleiterin das unermüdliche Engagement von Ehrenmitglied Friedrich Gerlmaier, der sich bereits bei Gründung der Bezirksgruppe im Jahre 1973 als Leiter zur Verfügung stellte und seitdem in allen Bereichen für den BBSB im Einsatz ist. Viele Kontakte zu Behörden, Ämtern, Einrichtungen, Vereinen und anderen Organisationen seien in den vergangenen vier Jahrzehnten aufgebaut und vertieft worden, um auf die Bedürfnisse und Belange von Betroffenen aufmerksam zu machen. Auch die vielen Gönner und Spender ließ Lindmeier nicht unerwähnt: „Ohne ihre Unterstützung wäre unsere Arbeit im bisherigen Umfang nicht möglich."
Die Bezirksgruppenleiterin und ihre Stellvertreterin, Martina Hell, versprachen, sich auch weiterhin für die Belange von blinden und sehbehinderten Menschen, für Barrierefreiheit sowie für Inklusion im Landkreis stark zu machen. Den Festakt nützte das Duo für einen Appell an Rosenheimer Wohnungsbesitzer. Denn die Bezirksgruppe sucht dringend barrierefreie Räumlichkeiten in Bahnhofsnähe zur Miete mit rund 150 bis 200 Quadratmetern.

Beispiele dafür, dass die Bemühungen des BBSB um Inklusion von Erfolg gekrönt seien, hatte Landesvorsitzende Judith Faltl parat. So gäbe es mittlerweile an so manchen Bahnhöfen sprechende Geldautomaten. Bei den Wahlen seien Sehbehinderte unaufgefordert akkustische Informationen zugesandt worden. „Das zeigt, wir werden gehört", bilanzierte die Rednerin. Dennoch mache sich der BBSB auch weiterhin auf den Weg, um für die Umsetzung der UN-Konvention in Bayern zu kämpfen .

„Unser Auftrag für Menschen mit Behinderungen darf niemals enden", betonte ebenso Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, die auch im Namen von Landrat Josef Neiderhell sprach. Sie ziehe den Hut vor den engagierten Frauen im BBSB und hege tiefe Bewunderung dafür, mit wie viel Charme und Kraft sie die politischen Mandatsträger aller Fraktionen erreicht hätten.
„sehende und Blinde haben sich viel zu geben . Dabei ist jeder Einzelne gefragt", meinte Bauer und versprach, sprechende Geldautomaten auch in Rosenheim einzuführen.

 

Wie wichtig es ist, nicht nur bauliche Barrieren, sondern auch die Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen, verdeutlichte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Nur dann könne jeder ein gleichwertiger Teil der Gesellschaft sein.

 

Dieser Aussage konnte sich Annemarie Biechl nur anschließen. Die CSU-Landtagsabgeordnete, die sich heuer nicht mehr zur Wahl stellte, wählte diesen Festakt bewusst als eine ihrer letzten Veranstaltung, wie sie in ihrer bewegenden Rede bekräftigte. Dazu Biechl: „Menschen mit Behinderung lagen mir immer sehr am Herzen und gehören in die Mitte der Gesellschaft."

 

Bei einer „Reise in die Vergangenheit" holten Moderator BBSB-Landesgeschäftsführer Christian Seuß und Ehrenmitglied Friedrich Gerlmaier treue Wegbegleiter und Mitstreiter wie etwa Jürgen Lutz vom Deutschen Alpenverein, Bahnhofsmanager Helmut Zöpfl und Abteilungsleiterin Eva Weber vom Staatlichen Bauamt Rosenheim auf die .Bühne. Gerlmaiers lustige Anekdoten aus der Vergangenheit sorgten dabei für gute Stimmung im Saal.

 

Mit den Ehrungen wurde der Festakt, der musikalisch von den ,,Andreasbläsem Engelsberg" umrahmt wurde, abgerundet. Gerlmaier wurde für seine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Beschlossen wurde die Veranstaltung mit dem Gedenken an den Vermächtnisgeber „ Konsul Egon von der Brelie".

 

Entnommen aus dem OVB

 

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