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Inklusion und Medien - Tagesseminar von FArBE zu Somatic Education - Bürgernähe einmal anders - BBSB-Inform - 30.09.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Über 150 Journalistinnen und Journalisten, Medienmacher, Expertinnen und
Experten diskutierten in Berlin über Anforderungen, Probleme und
beispielhafte Modelle für Menschen mit Behinderungen in den Medien. Ziel der Tagung der
Grimme-Akademie im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die
Belange behinderter Menschen war es, Orientierung zu vermitteln und beispielhafte
Konzepte für die Medienarbeit zu zeigen.

Menschen mit Behinderungen spielen in den Medien kaum eine Rolle. Weder als
Medienmacher noch in der Berichterstattung. Darstellerinnen und Darsteller
mit Behinderung sind nach wie vor die Ausnahme; die Berichterstattung ist oft
von Klischees geprägt.

 

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,
Hubert Hüppe: „Inklusion in den Medien heißt, dass Menschen mit
Behinderungen und ihre Belange überall zum Thema werden. In der Berichterstattung wollen
sie als Menschen wahrgenommen werden und nicht deswegen, weil sie behindert
sind.“

 

Der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, zeigte in seiner Begrüßung,
wie die Medien das Bild behinderter Menschen in der Gesellschaft prägten und
prägen und hob die positive Entwicklung in den vergangenen 40 Jahren hervor.
Bei der Tagung im Kleisthaus solle es auch darum gehen, welche neuen
Perspektiven es gebe: „Es geht um das Universale, um das allgemein Verbindende. Es geht
um die Frage, ob und wie die Angebote in den Medien inklusiv gemacht werden
können.“

 

Bei der Tagung wurden viele Best-Practice-Beispiele vorgestellt, so etwa die
Arbeit der abm - der arbeitsgemeinschaft behinderung und medien in München.
Die Redaktion „Sehen statt Hören“, die seit 1975 im Bayerischen Rundfunk
besteht, skizzierte ihre Arbeit. Außerdem wurde das barrierefreie Angebot
des NDR Hamburg vorgestellt.

Workshops widmeten sich den Themen „Barrierefreiheit im Netz“, „Inklusion
und Sprache“ und „Medien als Berufsfeld für Menschen mit Behinderung“.

Zu den Referenten und Diskutanten gehörten u.a. Dr. Ingo Bosse von der
Universität Halle, Moderator, Schauspieler und Autor Martin Fromme, der
Blogger und Geschäftsführer des Hamburger Blinden- und Sehbehindertenverbandes, Heiko
Kunert, die Schauspielerin und Regisseurin Sheri Hagen, die Schauspielerin
ChrisTine Urspruch, Gisela Höhne, Regisseurin und künstlerische Leiterin des Theaters
RambaZamba und Burkhardt Althoff, stellvertretender Redaktionsleiter beim
ZDF-Das kleine Fernsehspiel.

 

Eine filmische Dokumentation der Veranstaltung, die in Kooperation mit
Sozialhelden veranstaltet wurde, und eine Dokumentation der Tweets werden in
Kürze auf der Seite www.behindertenbeauftragter.de veröffentlicht.

 

 

Das Forum Arbeit und Beruf lädt zu einer Tagesveranstaltung mit dem Thema
„Somatic Education“ Am 19. Oktober von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr Im BBZ
Nürnberg ein, Anmeldeschluss ist der 10. Oktober, telefonisch unter 0911
23600-0 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

„Somatic Education“ steht für "Soma", der Körper,
Education", die Erziehung. Sinngemäß lässt sich "Somatic Education" also in
"Wahrnehmung und Kontrolle von Bewegungen und Muskelaktivität aus dem
Körperinneren heraus "übersetzen.

 

Referent: Michael Kuhnt (Physiotherapeut)

Ablauf:

1.  kurze Einführung, was ist "Somatic Education", kurze Historie;

2. das Prinzip der Übungen, mit Merkmalen, welche für alle Übungen gemeinsam
zutreffen;

3. Einige Begriffe - kurze Fragenbesprechung;

4. Wahrnehmung üben, Kennenlernen und wiedererlernen vergessener Muskeln und
Bewegungsmuster;

5. verschiedene Übungen - für die häufigsten Beschwerdebilder - Rücken und
Schultergürtel, eventuell Bauch (je nach Teilnehmerwünschen);

6. Welche Haltungsprobleme treten in unserem Personenkreis häufig auf,
welche Konsequenzen entstehen daraus und wie kann ich vorbeugen;

7. kurze Besprechung individueller Fragen;

8. Reflektion des Kurses.

 

Alle Teilnehmer sollten ein Kissen, eine Decke oder Matte und eventuell ein
großes Badehandtuch zur Verfügung haben.
  

Bürgernähe einmal anders

Kurz vor der Bundestagswahl kamen Politiker aus der Region Würzburg beim
inklusiven Sportfest NoLimits in ungewohnter Besetzung zusammen. Prominente
Christsoziale wie MdB Paul Lehrieder und MdL Manfred Ländner bildeten auf
dem Sportplatz am Hubland ein Team mit Grünen-Landtagsabgeordneter Kerstin
Celina: Unter Wettkampfbedingungen spielten die VIPs gemeinsam
Blindenfußball. Angeleitet und unterstützt wurde die „Koalition“ von den
Bundesligakickern des Vitalsportvereins (VSV) und des Berufsförderungswerks
(BFW) Würzburg.

 

Unter der Schwarzbrille nahmen die Politiker während der zwei Halbzeiten
jede Menge neue Erfahrungen mit. Auch die blinden und sehbehinderten
„Profis“ vom VSV und BFW Würzburg waren nach der Begegnung zufrieden. „Wir
konnten heute einige Berührungsängste abbauen“, stellte Sven Lotter für die
Bundesliga-Blindenfußballer fest.

Der 42-Jährige hat am BFW Würzburg, die Punktschrift erlernt und strebt die
Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten an.

 

Neben Blindenfußball konnten
die über 1000 NoLimits-Besucher auch Rollstuhl-Basketball, Handbiken und
viele andere paralympische Sportarten erleben und ausprobieren.      

 

Ihr BBSB-Inform

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