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Jetzt gehen taubblinde Menschen für ihre Rechte auf die Straße - Kataraktoperation hunderttausendfach ausgeführt, aber immer individuell - BBSB-Inform - 27.09.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Der BBSB-Referent für Hör-/Sehbehinderung, Peter Bleymaier, lädt zu den
nächsten Kaffeenachmittagen und zur Teilnahme an der Taubblindendemo am 4.
Oktober nach Berlin ein

 

Kaffeenachmittag in München: Landesgeschäftstelle des BBSB, Arnulfstr.22,
München am Montag den 7. Oktober um 14:00 Uhr.
Der Anmeldeschluss hierfür ist der 4. Oktober.

Kaffeenachmittag in Nürnberg: BBZ Mittelfranken, Bahnhofsplatz 6, Nürnberg
am Mittwoch den 23. Oktober um 14:00 Uhr.
Anmeldeschluss hierfür ist der 21. Oktober.

Peter Bleymaier erbittet Ihre Anmeldung telefonisch, Tel. 0821 6505 8866
oder per  E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 
Achtung wichtiger Termin!!

Am Freitag, dem 4. Oktober 2013, werden taubblinde Menschen in Berlin gegen
ihre unhaltbare Situation und für die Anerkennung ihrer Behinderung
demonstrieren. Die Demonstration – so der DBSV - ist die erste ihrer Art
weltweit. Sie startet um 12 Uhr am Platz der Republik (vor dem Bundestag)
und führt am Bundesrat vorbei zum Potsdamer Platz. Die Demonstranten, die
weder hören noch sehen können, ziehen an symbolische Eisenkugeln gekettet
durch die Straßen - ein Bild dafür, dass Taubblindheit wie Isolationshaft
wirkt, wenn die nötige Unterstützung fehlt. Am Potsdamer Platz geben
taubblinde Menschen ab 14 Uhr Auskunft über ihre Lebenssituation und ihren
Hilfebedarf. Bei dem Austausch werden sie von qualifizierten Assistenten
unterstützt.

 

Veranstalter sind:

        -       die Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden (BAT),
        -       der Verein Leben mit Usher-Syndrom (LMU),
        -       die Stiftung Taubblind leben
-       Der DBSV.

 

Nähere Informationen gibt es bei Peter Bleymaier Und auf der Internetseite
der Betroffenen zur Demonstration unter

www.aktion-taubblind.de

 

Der BBSB unterstützt die Beteiligung an der Demonstration taubblinder
Menschen am 4. Oktober in Berlihn. Gegen Vorlage einer Fahrkarte erhalten
taubblinde Mitglieder des BBSB 50% ihrer Fahrtkosten, maximal bis zu 100
Euro, erstattet. Bei Anreise mit dem PKW werden die Kosten der
entsprechenden Bahnverbindung zum Ansatz gebracht.

 

 

Kataraktoperation Hunderttausendfach ausgeführt, aber immer individuell

„Auch wenn keine Operation in Deutschland häufiger ausgeführt wird als die
Staroperation, ist dieser Eingriff stets ein höchst individueller Vorgang“,
betont Dr. Kaweh Schayan-Araghi vom Berufsverband der Augenärzte
Deutschlands (BVA).

Die Katarakt wird in Deutschland etwa 650.000 Mal pro Jahr operiert. Zur
Sicherheit des Eingriffes tragen ausgefeilte chirurgische Methoden und
moderne Implantate bei. Ziel jedes einzelnen Eingriffes ist es, dem
Patienten die für ihn bestmögliche Sehqualität zu bieten. Die Voraussetzung
dafür sind eine eingehende Beratung und sorgfältige Untersuchungen vor der
Operation.
Gemeinsam mit seinem Augenarzt legt der Patient den Zeitpunkt der Operation
fest. Dabei spielt eine Rolle, wie sehr die trübe Augenlinse sein
Sehvermögen bereits beeinträchtigt. „Häufig fühlen sich die Betroffenen im
Dunkeln sehr leicht geblendet, etwa beim Autofahren“, nennt Schayan-Araghi
ein Beispiel für ein mögliches Kriterium, das eine Rolle spielt. Bei der
Untersuchung der Augen gilt es außerdem zu prüfen, ob noch andere
Augenkrankheiten vorliegen, die bei der Entscheidung zur Operation und der
Behandlung berücksichtigt werden müssen.
 
Kunstlinsen gleichen auch Sehfehler aus

Je nach ihrem individuellen Anspruch können die Patienten heute aus einer
großen Vielfalt von Kunstlinsen auswählen. Die technisch hoch entwickelten
Implantate erlauben es auch, eine vor der Operation bestehende
Fehlsichtigkeit zu korrigieren, möglicherweise sogar eine gewisse
Unabhängigkeit von der Brille zu bieten. „Die normale Kunstlinse ermöglicht
scharfe Sicht für einen Sehabstand“, erklärt Schayan-Araghi. Damit können
die Patienten dann beispielsweise in die Ferne gut sehen, benötigen für
Naharbeiten aber eine Lesebrille. Falls bei einem Patienten vor der
Operation eine so genannte Stabsichtigkeit (Astigmatismus) aufgrund einer
Hornhautverkrümmung vorliegt, können torische Intraokularlinsen diesen
Sehfehler ausgleichen. Viele moderne Implantate verringern zudem die
Blendempfindlichkeit (asphärische IOL). „Schließlich gibt es
Mehrstärkenlinsen, die das ins Auge einfallende Licht auf zwei oder drei
Brennpunkte verteilen“, sagt Schayan-Araghi. So wird scharfes Sehen ohne
Brille in der Ferne und in der Nähe möglich. „Diese Multifokallinsen sind
jedoch nicht für alle Patienten geeignet“, schränkt er ein.
 
Erwartungen offen ansprechen

„Im Gespräch mit dem Augenarzt sollten die Patienten offen erläutern, welche
Erwartungen sie haben und wo ihre besonderen Bedürfnisse liegen“, rät
Schayan-Araghi. Denn der eine will weiterhin Sport im Freien treiben und
legt deshalb Wert auf gutes Sehen in der Ferne; der andere liest viel oder
arbeitet am Bildschirm; wieder ein anderer Patient ist viel mit dem Auto
unterwegs – sowohl tagsüber als auch abends oder nachts. Jeder hat eine ganz
eigene Vorstellung davon, was „gutes Sehen“ bedeutet. Der modernen
Augenheilkunde gelingt es aber immer besser, diesen ganz verschiedenen
Ansprüchen gerecht zu werden.

 
Quelle:
BVA

 

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