1375 blinde und stark sehbehinderte Menschen nahmen den Dienst in Anspruch und erlangten nach einem intensiven Training bei der Bewältigung des Alltags in verschiedenen Lebensbereichen wieder ein hohes Maß an Selbstständigkeit.
2007 waren es 1265, 2006: 1101 und 2005: 1177.
Der DBSV und seine Landesvereine haben
10 Fragen zur Wahl gestellt.
Was unsere bayerischen Kandidaten geantwortet haben,
können Sie hier nachlesen … (Wählen Sie im folgenden Formular „Bayern“ aus der Optionsliste der Bundesländer und klicken Sie die Schaltfläche „Ergebnis anzeigen“.)
Wichtig für das Selbstwertgefühl und für das Selbstvertrauen eines blinden oder sehbehinderten Menschen ist es, ein gewisses Maß an Selbständigkeit zurückzugewinnen. Dies entlastet auch Angehörige und Freunde, die ansonsten durch die ständige Betreuung leicht überbeansprucht werden.
Durch unsere mobilen Rehabilitationsdienste helfen wir Betroffenen und ihren Angehörigen, mit der Behinderung leben zu lernen. Dieser Prozess der Annahme und Bewältigung einer Erblindung oder starken Sehbehinderung vollzieht sich in Schritten und verläuft bei jedem Menschen anders. Nicht selten kommt es zu erheblichen psychischen Beeinträchtigungen. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die im Einzelfall notwendige und gewünschte Begleitung und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbst blind oder sehbehindert sind, nehmen Kontakt mit neu
Erblindeten auf, rufen an, besuchen sie zu Hause oder laden sie in unsere Beratungsstelle ein. Gerade durch die eigene
Betroffenheit und durch die Vermittlung eigener Erfahrungen können wir helfen, wieder Lebensmut und Zuversicht
zurückzugewinnen. Auf Wunsch vermitteln wir die Hilfe unserer ausgebildeten und erfahrenen Fachkräfte.
Unsere Rehabilitationstrainerinnen und -trainer besuchen Ratsuchende in ihrer Wohnung, im Heim oder am Arbeitsplatz. Im persönlichen Gespräch zeigen wir den Umgang mit speziellen Hilfsmitteln, helfen, Orientierung und Mobilität zu verbessern, und vermitteln Fertigkeiten zur Alltagsbewältigung.
Wir vermitteln je nach den Neigungen und Bedürfnissen des Ratsuchenden, wie man trotz Blindheit oder Sehbehinderung
Geübt wird auch die Handhabung des Telefons, der Umgang mit einem Kassettenrecorder, das Lesen und Schreiben der Blindenschrift.
Diese Fertigkeiten befähigen blinde oder sehbehinderte Menschen, sich wieder selbst Notizen zu machen oder das Angebot der Bayerischen Blindenhörbücherei und sonstige Dienste für Blinde und Sehbehinderte in Anspruch zu nehmen.
Verlust der Sehkraft bedeutet oftmals verlorene Gemeinschaft und Vereinsamung. Wir wollen daher ermuntern, das eine oder andere Hobby wieder aufzugreifen oder gar neu zu entdecken. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen tastbar markierte Brett- und Kartenspiele, leiten zum Basteln, Flechten oder Handarbeiten an oder ermuntern zu sportlicher Betätigung.
Blindheit oder Sehbehinderung führt zum Verlust oder zur Einschränkung von Orientierung und Mobilität. Der Gebrauch des weißen Langstocks, das Trainieren der übrigen Sinne, insbesondere des Gehörs und das Einüben spezieller Wege (zum Einkaufen, zum Nachbarn, zum Arzt oder zum Arbeitsplatz) geben ein Stück Eigenständigkeit zurück.
Unsere Rehabilitationstrainer zeigen auch Blinden oder Sehbehinderten, die in einem Altenheim leben, wie man sich dort wieder zurechtfinden kann.
Wir zeigen Angehörigen und Begleitern, wie man einen blinden Menschen führt, ihm einen Sitzplatz zeigt und vieles mehr.
Mit sehbehinderten Ratsuchenden trainieren wir in erster Linie, wie das vorhandene Restsehvermögen bei der Bewältigung
des Alltags sinnvoll eingesetzt werden kann. Der Gebrauch von speziellen Sehhilfen, wie Lupen, Ferngläsern oder
Bildschirmlesegeräten wird eingeübt.