Up To Date mit dem Rundschreiben 2006

Unser Jugend-Rund­schreiben mit allen wichtigen Terminen für das Jahr 2006 ist da! Zwischen 16 und 35 Jahre alte Vereins­mitglieder erhalten es auto­matisch per Post zuge­sandt. Außer­dem wird es in unserer Mailingliste und  hier auf dieser Seite ver­öffent­licht.

Das Rund­schreiben informiert dich wieder über Veran­staltungen, die wir geplant haben.



Nasse Sommerfreizeit

Ein Bericht von Annika Flaake und Christopher-Alexander Kopel

Die alljährliche Jugendfreizeit in Saulgrub vom 13. bis 27. August 2005 stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Regens. Zwei oder drei sonnige Tage waren uns vergönnt, ansonsten goss es nur in Strömen. So auch gleich bei unserer ersten Wanderung am Sonntag, dem 14. August. Auf unserem Marsch zum Naturfreundehaus, der ungefähr eine Stunde dauerte, wurden wir nass bis auf die Haut. Spätestens jetzt bekamen einige zu spüren, dass sie besser ihre Regenjacke auspacken sollten. Leider kannten die Freizeitleiter, Steffen Erzgraber und Judith Riek, keine Gnade, und wir mussten den gesamten Weg auch wieder zurücklaufen. Wohltuend war nur die warme Tasse Kakao zwischendurch und die anschließende warme Dusche. Wie schon am Samstag ging es auch heute abend ins „Saulgroove“, den Partyraum des Aura-Hotels. Mit einer Mischung deutscher und englischer Musik aus vielen Jahrzehnten ließ es Steffen ordentlich krachen.

Am nächsten Tag ging es zum Sommerrodeln nach Unterammergau. Alle hatten einen Heidenspaß — jedenfalls als die regennasse Rodelbahn endlich wieder befahrbar war. Am Dienstag stand der erste größere Ausflug an. Hier kam den meisten Teilnehmern das schlechte Wetter sehr gelegen. Ziel war eigentlich die Bundesgartenschau in München gewesen, doch so entschieden wir uns dafür, durch die Riem-Arkaden zu bummeln. So eine Tagestour ist schon etwas anstrengend, aber wer vermutet, dass wir müde gewesen wären, hat sich geirrt. Schon auf der Rückfahrt ging im Bus mächtig die Luzi ab, und gegröhlt wurde im Saulgroove noch lauter als sonst.

Foto: Doro, André, Annika, Sascha, MariaEtwas ruhiger wurde es am nächsten Tag, als wir das Peitinger Ski- und Jagdmuseum besuchten. Wir hatten die Gelegenheit, Skier aus verschiedenen Jahrhunderten anzuschauen. Außerdem wurde uns etwas über die Geschichte des Bergbaus erzählt. Leider kann ich den Inhalt des Vortrags nicht wiedergeben, weil es mir trotz meiner fremdsprachlichen Ausbildung unmöglich war, das Hard-core-Bairisch des Referenten in Echtzeit zu interpretieren. Auch am Abend blieb es etwas entspannter. Die Musik im Saulgroove war so leise, dass sogar zwischenmenschliche Unterhaltungen möglich waren.

Am nächsten Tag wanderten wir nachmittags nach Bad Bayersoien, um es uns an diesem ausnahmsweise einmal sonnigen und warmen Tag am Seeufer gemütlich zu machen und anschließend in einem Café einzukehren. Am Abend allerdings hielten die Leiter einen besonderen Leckerbissen für uns bereit. Ein Karaokesingen, dem man sich aufgrund der hartnäckigen Überredungsversuche der Organisatoren nur schwer entziehen konnte. Freitag nachmittag ging es zum Asphalt-Stockschießen, welches uns durch starken Regen erschwert wurde. Anschließend gab es ein köstliches Candlelight-Dinner. Ab 20 Uhr wurde im Saulgroove in der „Nacht der deutschen Musik“ eine rauschende Party gefeiert, die die erste Woche der Freizeit abschloss.

Foto: Emu, Prodie, Susanne, Chrissie, Fabian„Neues Spiel, neues Glück“ hieß es am 20. August um 11 Uhr, als beim Weißwurst-Frühschoppen die Leitung an Sascha Schulze und Susanne Römer übergeben wurde. Abends tanzte man, wie gewöhnlich, zu Musik im Saulgroove.

Am 21. August wanderten wir nachmittags nach Bad Kohlgrub und kehrten in einer Eisdiele, wo es auch sehr leckere Waffeln gab, ein. Den Rückweg traten wir allerdings nicht zu Fuß an, sondern in einer originalen Eisenbahn von 1912. Aus diesem spaßigen Erlebnis lernten wir eines, nämlich, dass die Bahn auch schon früher immer verspätet gekommen sein muss. Um 20 Uhr schauten wir uns den Hörfilm „Goodbye Lenin" an. Die Audiodeskription war sehr detailliert , sodass man die witzigen Szenen des Films gut nachvollziehen konnte.

Am darauffolgenden Tag überraschte uns das schlechte Wetter auf ein neues. Das Programm der zweiten Woche musste deshalb grundlegend verändert werden. Nachmittags fuhren wir nach Oberammergau, um das Passionsspieltheater zu besichtigen. Hier führen Laienschauspieler alle zehn Jahre die Leidensgeschichte Jesu Christi auf. Wir durften die Kostüme, zum Beispiel das Jesusgewand, fühlen und auch einmal die Bühne betreten. Am Abend machten wir es uns in der Oberammergauer Cocktailbar „El puente“ gemütlich und genossen einige Soft- und Longdrinks.

Foto: Chrissie schießtAm 23. August besichtigten wir die Brauerei „Grießbräu“ in Murnau. Die Führung war sehr aufschlussreich, man konnte vieles über das Bierbrauen erfahren. Abends ging es, wie sollte es auch anders sein, wieder einmal in den Saulgroove.

Am Morgen des 24. August fand ein Comedy-Vormittag statt, der sehr unterhaltsam war. Christoph, einer unserer sehenden Begleiter, brachte uns dabei mit seiner reichhaltigen Samlung an CDs des Sinnlos-Telefons von Antenne Thüringen mächtig zum Lachen. Nachmittags fuhren wir zum Staffelsee, machten eine Rundfahrt darüber und kehrten zum Abschluss in einem Café ein. Dort durften wir Bekanntschaft mit einem überaus muffeligen und unbeholfenen Kellner machen, was wir gerade in Bayern eigentlich für unmöglich gehalten hätten. Abends machten wir eine Nachtwanderung zu einem nahegelegenen Biergarten und bekamen endlich das, worauf wir schon die ganze Freizeit lang sehnsüchtig gewartet hatten: echte zünftige bayerische Blasmusi! Eine Kapelle, in der auch eine unserer Begleiterinnen mitspielte, sorgte für Stimmung.

Foto: Annika an der WummeAm Donnerstag stand unser zweiter größerer Tagesausflug auf dem Programm. Ziel war die Bayerische Oberlandbahn (BOB) in Lenggries. Die dortige Besichtigung war sehr interessant. Gut war vor allem, dass man sich einmal einen ganzen Zug anschauen und so eine konkretere Vorstellung davon bekommen konnte. Anschließend bummelten wir durch Bad Tölz und aßen zu Mittag. Abends ging es zum Schießen im Haus des Schützenvereins Saulgrub.

Foto: Bettina, Kati, EmuAm letzten Tag der Jugendfreizeit fand morgens ein Filmmusikquiz statt. Mittags machten wir eine sehr schöne Kutschenfahrt nach Bad Bayersoien. Anschließend schlugen wir uns bei einem Grillfest im Freien noch einmal ordentlich den Bauch voll. Netterweise hatte auch an diesem Abend der bayerische Wettergott ein Einsehen mit uns. Danach gab es eine laute Abschlussfeier im Saulgroove.

Und dann waren zwei Wochen schon wieder vorbei, und alle Teilnehmer reisten wieder nach Hause. Insgesamt war es eine gelungene Jugendfreizeit, und die meisten werden sicher auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.