Unser Jugend-Rundschreiben mit allen wichtigen Terminen für das Jahr 2006 ist da! Zwischen 16 und
35 Jahre alte Vereinsmitglieder erhalten es automatisch per Post zugesandt. Außerdem wird es in unserer Mailingliste
und
hier auf dieser Seite veröffentlicht.
Das Rundschreiben informiert dich wieder über Veranstaltungen, die wir geplant haben.
Ein Ratgeber für Eltern blinder, sehbehinderter und mehrfachbehinderter Kinder
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Die diesjährige Snowboardfreizeit fand, wie auch im letzten Jahr, in Saalbach Hinterglemm bei der „1. Snowboard-Schule Saalbach Leogang“ vom 5. bis 8. Januar 2005 statt. Neben den beiden Leitern Judith Riek und Sascha Schulze, die Mitglieder des Arbeitskreises Jugend und Ausbildung des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes sind, nahmen acht blinde und sehbehinderte Jugendliche mit vier Begleitpersonen teil.
Nach der Anreise und dem Transfer vom Bahnhof Zell am See zum Hotel „Turner Hof“ in Saalbach erwartete uns erst einmal ein sehr leckeres und reichhaltiges Abendessen. Nachdem wir mit Sekt des Hauses auf den Geburtstag einer Teilnehmerin angestoßen hatten, bezogen diejenigen, die dies nicht schon vorher getan hatten, die meist sehr schönen und großzügigen Zimmer im Apartmenthaus des Hotels. Der Abend wurde dann noch mit gemütlichem Beisammensein beendet.
Am Donnerstag trafen wir schon um 8:30 Uhr bei der Snowboardschule ein und erhielten dort unsere Snowboardschuhe. Der vom Hotel organisierte Transfer dorthin klappte, wie immer, problemlos. Als nach einigem Probieren schließlich jeder die passenden Schuhe an hatte, wurden wir in jeweils eine Gruppe von Mono- und Tandem-Snowboardern unterteilt, die sich vormittags und nachmittags beim Boarden abwechselten. Die Tandem-Boarder bekamen je einen staatlich geprüften Snowboardlehrer zugeteilt, der von Gewicht und Größe zu ihnen passte. Nach dieser Aufteilung fuhren wir mit dem Sessellift genau über der Piste die 2,3 km lange Strecke auf den Bärenkogel hinauf.
Das Tandem-Snowboarden funktioniert folgendermaßen: Es wird ein stabileres Snowboard mit zwei Bindungen
verwendet, auf dem vorne der Snowboardlehrer, der so genannte Pilot, steht. Knapp hinter ihm steht versetzt sein
Mitfahrer. Während der Fahrt hält sich der Mitfahrer am Piloten fest, damit er jede seiner Bewegungen
spürt und sie synchron ausführen kann.
Beim Mono-Snowboarden zeigte uns ein Snowboardlehrer zunächst, wie man das Snowboard richtig anschnallt. Danach folgten einige Übungen, die uns ein Gefühl für das Board vermittelten. Als sich alle etwas sicherer waren, durften wir auf der Frontside, der Vorderkante, bzw. auf der Backside, der Hinterkante des Snowboards, einen leicht abschüssigen Hang hinunterfahren. Dabei gaben uns die Begleitpersonen und der Snowboardlehrer ein wenig Hilfestellung.
Nachdem wir bis etwa 16 Uhr geboardet hatten, wurden wir bei der Snowboardschule wieder vom Hotelbus abgeholt. Obwohl das Wetter etwas ungemütlich war, hatten wir trotzdem einen schönen Tag auf der Piste und ließen ihn in gemütlicher Runde ausklingen.
Am Freitag lernten wir beim Mono-Snowboarden, wie man das Board durch Gewichtsverlagerung von der Front- auf die Backside und umgekehrt steuern kann. Einige von uns schafften es sogar, einige Schwünge zu fahren.
Leider war wegen des nun schöneren Wetters sehr viel Betrieb, so dass diesmal beim Tandem-Snowboarden besonders am Vormittag langes Anstehen am Lift in Kauf genommen werden musste. Doch es kam trotzdem niemand zu kurz, und wir hatten wieder einen sehr gelungenen Snowboard-Tag.
An diesem Abend ging es nach dem Essen zum Après-Ski. Wir fuhren auf der Pistenraupe
von der nahe gelegenen Pistenraupen-Plattform aus zusammen mit unseren Snowboardlehrern und Begleitpersonen
zum Spielberghaus. Nach der tollen Fahrt feierten wir unseren Abschlussabend bei Glühwein, Jägertee
und typischer Après-Ski-Musik.
Spät am Abend
rodelten wir zusammen mit den Piloten und Begleitungen zurück zur Pistenraupen-Plattform, von wo
uns der Hotel-Bus wieder abholte.
Am nächsten Tag mussten wir leider wieder zurück nach Hause. Allen Teilnehmern hat diese Snowboard-Freizeit sehr gut gefallen. Sie lief reibungslos und gut organisiert ab — sowohl seitens der Leitung und der Begleitpersonen, als auch seitens der Snowboardschule und des Hotels. Besonders hervorzuheben ist der stets freundliche und flexible Service des Hotels „Turner Hof“. Der Transfer klappte tadellos, und wir konnten auch die Essenszeiten ohne Probleme so legen, dass sie gut in unseren Zeitplan passten. Außerdem waren alle Snowboardlehrer und Begleitpersonen sehr nett, hilfsbereit und motiviert.
Insgesamt kann man sagen, dass sich das Tandem-Snowboarden, wie auch letztes Jahr, etwas größerer Beliebtheit erfreute als das Mono-Snowboarden. Auch die „Neulinge“, die sich vorher gar nichts darunter vorstellen konnten, waren ganz begeistert davon.
Auf diesem Wege möchten wir uns sehr herzlich
bei allen bedanken, die uns diese schönen
Tage ermöglicht haben — besonders beim Radiosender „Antenne Bayern“, von dem wir
eine sehr großzügige
Spende erhielten. Es werden sicher viele von uns wieder zu einer solchen Snowboard-Freizeit fahren.