Unser Jugend-Rundschreiben mit allen wichtigen Terminen für das Jahr 2006 ist da! Zwischen 16 und
35 Jahre alte Vereinsmitglieder erhalten es automatisch per Post zugesandt. Außerdem wird es in unserer Mailingliste
und
hier auf dieser Seite veröffentlicht.
Das Rundschreiben informiert dich wieder über Veranstaltungen, die wir geplant haben.
Ein Ratgeber für Eltern blinder, sehbehinderter und mehrfachbehinderter Kinder
Bestellen Sie Ihr Exemplar mit unserem
Online-Bestellformular
Vom 14. August 2004 bis 28. August 2004 fand im
Aura-Hotel
Kur- und Begegnungszentrum Saulgrub die
zweiwöchige,
allseits beliebte „Jugendfreizeit
ab 16 Jahren“ statt. Sie wird jährlich von Mitgliedern des Arbeitskreises „Jugend und
Ausbildung“ des
BBSB organisiert und bietet blinden und sehbehinderten
Jugendlichen in und außerhalb Bayerns die Gelegenheit
sich wiederzusehen, auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und natürlich viel Spaß miteinander
zu haben.
Los ging es am 14. August um 16 Uhr. Alle Teilnehmer wurden im Raum „Schergen“ bei Kaffee
und Kuchen von Herrn Jungkurt, dem stellvertretenden Leiter des Hotels, begrüßt. Anschließend informierte
er uns über
die Hausordnung.
Gegen 20 Uhr versammelten wir uns im „Saulgroove“, einem Raum, der extra für die
jugendlichen Gäste des Hotels eingerichtet wurde. Dort fand zunächst eine Vorstellungsrunde mit anschließender
Besprechung des Programms der ersten Woche statt. Die Programmbesprechung übernahm das Leitungsteam der ersten Woche,
bestehend aus Christian Dellert und Johannes John.
Danach stieg eine große Eröffnungsparty, die, wie es sich
für eine Jugendfreizeit gehört, erst tief in der Nacht endete.
Der nächste Tag begann ruhig mit einem
Vormittag zur freien Verfügung.
Um 14 Uhr stand ein Musikquiz mit Preisen auf dem Programm. Zunächst wurden
zwei Teams gebildet, die gegeneinander antraten. Wie erwartet, waren die ersten Fragen leicht zu beantworten, wurden
im weiteren Verlauf jedoch immer kniffeliger.
Am Ende gewann Team zwei und durfte kleine Windspiele als Preise entgegennehmen.
Um 20 Uhr war wieder Party im Saulgroove angesagt. Interessierte hatten als Alternative die Möglichkeit,
eine Amateurfunkstation zu besuchen, Funkgesprächen zu lauschen und eventuell auch selbst einmal mit Leuten aus
aller Welt zu kommunizieren.
Am 16. August genossen wir mittags eine Kutschenfahrt, um anschließend in einem Café einzukehren. Wer wollte, konnte auch dorthin wandern. Ab 20 Uhr war die Kegelbahn für uns reserviert. Jeder versuchte sein Glück, in den meisten Fällen jedoch vergeblich, weil die Bahn schräg gebaut ist und man daher nur geringe Chancen hat, überhaupt einen Kegel umzustoßen. Gefallen hat es uns aber trotzdem.
Am Dienstagvormittag
konnten Interessenten das Lormen lernen. Mittags besichtigten wir das Walchenseekraftwerk, was leider nicht informativ
war. Zwar konnten wir verschiedene Arten von Turbinen anfassen. Doch wie ein Kraftwerk eigentlich funktioniert,
wurde lediglich durch Bilder dargestellt, die uns die Führerin nicht erläutern konnte. Enttäuscht machten
wir eine Kaffeepause am Kochelsee und fuhren anschließend zurück ins Hotel.
„Being romantic“,
so lautete das Motto des Abends. Bei Kuschelmusik und Kerzenschein hatten die Teilnehmer Gelegenheit, nette Gespräche
zu führen
und einander näher kennenzulernen.
Am nächsten Tag war Spaß vorprogrammiert. Vormittags hörten
wir in einer gemütlichen Runde CDs unserer Lieblingskomiker. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach München,
wo wir das Bavaria-Filmstudio besichtigten. Während dieses Ereignisses konnten wir uns beispielsweise die
Kulissen des „Traumschiff
Surprise“ anschauen und sogar selbst einen Film drehen. Nach der Führung teilten wir uns in Kleingruppen
auf. Die einen bummelten durch München, die anderen gingen ins Kino. Gegen 22 Uhr fuhren wir wieder
zurück nach Saulgrub.
Am Donnerstagmittag besichtigten wir eine Feuerwehrstation in der Umgebung. Dies war sehr interessant.
Unter anderem wurde uns die Kleidung der Feuerwehrmänner gezeigt, und wir konnten einmal in ein Feuerwehrauto
steigen.
Der 20. 8. war wieder ein sehr entspannter Tag. Der Vormittag stand uns zur freien Verfügung,
und am Nachmittag gingen Interessierte in ein Café. Um 17:30 Uhr gab es ein üppiges Candle
Light Dinner.
Ab 20:00 Uhr tanzten wir alle im Saulgroove zu deutschen Fetenhits, NDW-Songs und Schlagern
in der „Nacht der deutschen Musik“.
Am Samstag, dem 21. August 2004, fand gegen 11 Uhr vormittags ein Weißwurstfrühschoppen im Bierstüberl des Aurahotels statt. Dort wurde die Leitung an Christa Schmittlein und Sascha Schulze übergeben. Abgesehen von einer "Sixties-to-nineties-Party" am Abend hatten wir an diesem Tag kein Programm.
Tags darauf wanderte die ganze Gruppe zum Naturfreundehaus, wo Kaffee getrunken wurde. Abends sahen wir den Hörfilm
„Club der toten Dichter“ mit
einer sehr guten Audiodeskription. Am Montag war eine Fahrt zum Staffelsee angesetzt, bei der man entweder
schwimmen oder einfach am Seeufer sitzen und ausspannen konnte.
Gegen 20 Uhr besuchten wir eine Cocktailbar und genossen alkoholische und nicht-alkoholische leckere Cocktails.
Am Dienstag war volles Programm
angesagt. Bereits morgens um 8:15 Uhr ging es los nach Herrsching. Wir fuhren mit dem Schiff
etwa 45 Minuten über
den Ammersee und dann weiter mit dem Bus zum Kloster Andechs. Eigentlich wollten wir hochwandern,
aber wegen schlechtem Wetter fiel das Ganze flach. Einige gingen noch etwas wandern, und der Rest setzte
sich einstweilen ins Bräustüberl.
Als dann schließlich auch
die Wanderer dort eintrafen, wurde zu Mittag gegessen. Anschließend gingen wir zur Klosterbrauerei
und bekamen dort eine Führung.
Diese war gut. Wir konnten zwar nicht so viel anfassen, aber für die Verhältnisse dort
war die Führung gut gemacht.
Mittwoch stand Sommerrodeln auf dem Programm. Es machte allen riesigen Spaß, in schneller Fahrt den Berg hinunterzurutschen.
Ein weiterer Tagesausflug fand am Donnerstag statt.
Diesmal ging es nach Augsburg. Abfahrt war um 8:45 Uhr. Nach der eineinhalbstündigen
Busfahrt betraten wir das Ballonmuseum Gersthofen. Auch hier bekamen wir eine Führung, die
sehr interessant war. Der Führer
hatte Humor und besaß Talent,
die Geschichte der Ballonfahrt anschaulich darzustellen. Auch durften wir beispielsweise einen
Korb besteigen. Am Schluss wurden Museumsaufkleber und Luftballons verteilt. Danach wurde entweder
bei McDonalds oder Pizzahut zu Mittag gegessen. Um 15:30 Uhr, nachdem wir noch ein paar Stunden
in Augsburg herumgelaufen waren, fuhren wir zurück ins Aurahotel.
Am Abend ging ein Teil von
uns zum Schützenverein Saulgrub. Auf einer blindengerechten Anlage
schossen wir auf Zielscheiben. Dies funktionierte folgendermaßen: Die Schießenden bekamen
einen Kopfhörer
auf die Ohren. Vorne auf der Waffe war ein Laser angebracht. Je mehr der Laser in den Mittelpunkt
der Zielscheibe geriet, desto höher wurde
ein Ton, den man über
den Kopfhörer hörte. Glaubte man, den Mittelpunkt der Scheibe erreicht zu haben, wurde
geschossen.
Schließlich ging es am Freitagnachmittag nach Altenau zum Asphaltstockschießen.
Dies sollte eigentlich schon in der Woche zuvor stattfinden, wurde jedoch wegen schlechtem
Wetter abgesagt und jetzt nachgeholt.
Zu guter Letzt fand am Abend die obligatorische Abschlussparty mit viel Stimmung und
Gegröhle statt. Die Abreise am Samstag fiel uns allen schwer, denn wir fanden die Freizeit sehr
gut. Dies hatte in der Abschlussrunde am Tag vor der Abreise jeder Teilnehmer
bestätigt. Nun freuen
wir uns auf nächstes Jahr. Dann können wir hoffentlich wieder zu einer tollen
Ferienfreizeit nach Saulgrub fahren.