Unser Jugend-Rundschreiben mit allen wichtigen Terminen für das Jahr 2006 ist da! Zwischen 16 und
35 Jahre alte Vereinsmitglieder erhalten es automatisch per Post zugesandt. Außerdem wird es in unserer Mailingliste
und
hier auf dieser Seite veröffentlicht.
Das Rundschreiben informiert dich wieder über Veranstaltungen, die wir geplant haben.
„Du kannst nicht Autofahren, du brauchst das nicht!“ — das kann man so nicht stehen
lassen.
Dass wir sehr wohl Erste Hilfe leisten können, lernten und bewiesen neun sehbehinderte und blinde Jugendliche in den
Räumen des BBSB in Nürnberg an einem Ausbildungswochenende. Die Ausbilder des BRK Zirndorf, Anna Hielscher und
Michael Bornschein, vermittelten uns in einem sehr praxisbezogenen Unterricht die Grundlagen der Ersten Hilfe — vom
Fingerkuppenverband über die Schocklage bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung.
(ein Bericht von Bianca Suffa, Veranstaltungsteilnehmerin)
Vom 31. Januar bis 1. Februar 2004 nahm eine Jugendgruppe des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds an einem Erste-Hilfe-Kurs in Nürnberg teil, der in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz Zirndorf stattgefunden hat. Neun blinde und stark sehbehinderte Jugendliche waren angereist, um sich mit den Maßnahmen zur Ersten Hilfe vertraut zu machen. Es war für die meisten Kursteilnehmer eine neue Erfahrung, und wir erwarteten mit Spannung, was da auf uns zukommen würde.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging's dann auch gleich los. Die Kursleiterin erklärte uns zuerst, wie wir Personen ansprechen und ihnen unsere Hilfe anbieten können, denn das ist immer der erste Schritt, Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten. Wir bildeten anschließend kleine Gruppen, um das Gehörte dann auch gleich in die Tat umzusetzen.
Nach einer kurzen Mittagspause beschäftigten wir uns mit der stabilen Seitenlage, die uns die Ausbilder wiederum in Kleingruppen recht anschaulich erklärt haben. Uns wurde dabei ziemlich schnell klar, dass man auch als Blinder sehr wohl in der Lage dazu ist, einer in Not geratenen Person zu helfen.
Der nächste wichtige Punkt war dann die Beatmung sowie die Herzdruckmassage. Nach einer anschaulichen Erklärung durch die Kursleiterin haben wir auch diese Maßnahmen wiederum in kleinen Gruppen geübt. Es war gar nicht so leicht, aber die Ausbilder haben uns alles Wichtige doch sehr gut erklärt.
Während des gesamten Tages klärte uns die Kursleiterin zu den verschiedensten Themen wie innere Verletzungen, Kreislaufproblemen, Epilepsie, Insektenstichen usw. auf. Wir konnten weiterhin erfahren, wie man einen Notruf absetzt, und worauf es dabei vor allem ankommt.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Verbände, Knochenbrüche, Verstauchungen, Quetschungen und Prellungen. Die Ausbilder zeigten uns, wie man Verbände verschiedener Art anbringen kann. Anschließend lernten wir noch etliches über Vergiftungen, Verbrennungen bzw. Verbrühungen, Unterkühlung und den Schockzustand. Zum Abschluss zeigten uns die Ausbilder noch ein paar Utensilien, die man im Rettungswagen dabei hat. Mit einem Abschlussessen ging der Kurs gegen Mittag langsam zu Ende.
Abschließend ist zu sagen, dass der Kurs für uns alle eine sehr lehrreiche und vor allen Dingen auch neue
Erfahrung war. Wir wurden sehr gut über die wichtigsten Themenbereiche der Ersten Hilfe aufgeklärt, und die
Ausbilder haben uns stets recht anschaulich gezeigt, wie man als Erst-Helfer auch als Blinder erfolgreich helfen kann.
Für mich war der Kurs eine tolle Erfahrung, und ich würde jederzeit noch einmal an einem Fortsetzungslehrgang
teilnehmen.