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München, 2. Juli 2009

Am 1. Juli 2009 eröffnete das Sehbehindertenzentrum in Nürnberg. Während die Sehbehindertenambulanzen in München, Regensburg und Würzburg bei den Universitätsaugenkliniken angesiedelt sind, gehen die Ober-Scharrer-Gruppe und ihr Kooperationspartner BBSB e.V. in Nürnberg neue Wege. „Beratung und Hilfe aus einer Hand für alle Augenpatienten ist das gemeinsame Ziel“, so Angelika Lamml, Leiterin des Beratungs- und Begegnungszentrums in Nürnberg.
„Zum Leben mit einer Sehbehinderung gehört nicht nur die medizinische Untersuchung. Nachsorge, Rehabilitation, Rechtsberatung und kontinuierlicher seelischer Beistand sowie der Kontakt zu Gleichbetroffenen runden das Dienstleistungs- und Beratungsspektrum ab“, erläutert Christian Seuß, Landesgeschäftsführer des BBSB. Dafür ist es wichtig, dass Augenärzte, Augenoptiker, Orthoptisten und Fachkräfte des BBSB zusammenarbeiten. Zu den Fachdiensten des BBSB gehören unter anderem Hilfsmittel- und Low-Vision-Beratung, individuell zusammengestellte Reha-Trainings und sozialrechtliche Beratung. Der persönliche Kontakt zu anderen blinden und sehbehinderten Menschen darf natürlich nicht unerwähnt bleiben.
„Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu den örtlichen Praxen“, erklärte der leitende Arzt des Sehbehindertenzentrums Dr. Stephan Fröhlich, der aus seiner Arbeit an der Sehbehindertenambulanz der Uni-Augenklinik der LMU in München viel Erfahrung mitbringt. „Viel mehr wollen wir da ansetzen, wo dort die Zeit fehlt. Überprüfung der Sehschärfe, Abklärung ärztlicher Befunde, Beratung für Therapiemöglichkeiten und die Einführung in den Umgang mit technischen Hilfen gehören zum Angebot.“

Getragen wird das rund 300000 € teure und 350 Quadratmeter umfassende Sehbehindertenzentrum von der eigens dafür gegründeten gemeinnützigen Ober-Scharrer-Stiftung. Die Kooperation mit dem BBSB zeigt sich besonders in der Präsenz der Hilfsmittelberaterin Elke Nickel und des Reha-Trainers Robert Pickert, die zur Zeit einmal wöchentlich in dem eigens für sie eingerichteten Raum für Patientenberatung zur Verfügung stehen. Mit den Krankenkassen wird eine pauschale Kostenerstattung verhandelt.
Die neue Einrichtung will den niedergelassenen Augenärzten und den ansässigen Augenoptikern keine Konkurrenz
machen, betonen alle Beteiligten. „Wir wollen den Menschen, die ein schweres Kreuz zu tragen haben, ersparen, von
einer Beratung zur anderen geschickt zu werden“, so Dr. Armin Scharrer über das Projekt. Über die Ergebnisse
von Untersuchung und Beratung werde der behandelnde Augenarzt in einem Protokoll informiert.
Telefonische Terminvereinbarung Sehbehindertenzentrum Nürnberg an der Laufertormauer 8 unter der Rufnummer: (09 11) 37 66 38 60.
Elke Runte
Leitung Bereich Kommunikation
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 32
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
elke.runte@bbsb.org