Der DBSV und seine Landesvereine haben
10 Fragen zur Wahl gestellt.
Was unsere bayerischen Kandidaten geantwortet haben,
können Sie hier nachlesen … (Wählen Sie im folgenden Formular „Bayern“ aus der Optionsliste der Bundesländer und klicken Sie die Schaltfläche „Ergebnis anzeigen“.)
München, 22. September 2009
Am 13. September 2009 schloss der Hirsvogelbunker in Nürnberg seine Türen und beendete damit das Projekt Begegnung im Dunkel für dieses Jahr. Bereits zum 12. Mal nahm der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) mit seinen Dunkelräumen am Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne der Stadt Nürnberg als Kooperationspartner teil.
In der Zeit vom 1. Mai bis 13. September 2009 besuchten insgesamt 103177 Menschen, 1800 mehr als im Vorjahr, den Sinnesparcours des Kultur- und Freizeitamtes der Stadt Nürnberg auf der Wöhrder Wiese. 41033 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren zu Gast im Dunkelgang und den Dunkelcafés des Hirsvogelbunkers. In totaler Dunkelheit erlebten sie für eine begrenzte Zeit, wie es ist, wenn das Sehen Pause macht.
Begegnung im Dunkel ist ein Highlight des Erfahrungsfeldes. Die Selbsthilfeorganisation ist stolz darauf, dieses Großprojekt dank vieler, meist ehrenamtlicher Helfer und treuer Sponsoren erfolgreich durchführen zu können. Projektleiterin Barbara Dvorak: „Zum Dunkelteam gehörten in diesem Jahr wieder drei angestellte Kräfte und 35 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen die meisten selbst blind oder sehbehindert sind.“ Zusammen mit ihrem Stellvertreter Frank Nohr und dem gesamten Team schaffte sie es, dass an den 136 Öffnungstagen immer bis zu sechs Mitarbeiter vor Ort waren, um den Service in den beiden Dunkelcafés, im 60 Meter langen Dunkelgang und bei den Sonderveranstaltungen, wie die „Blaue Nacht“, „6 Punkte für die Bildung“, „Wie arbeiten Blindenführhunde?“, und weitere Höhepunkte zu bewältigen.
Seit 1998 haben sich bereits rund eine halbe Million Menschen aus der Region und weit darüber hinaus für kurze Zeit in die Finsternis entführen lassen.
„Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit, um Menschen die Situation stark sehbehinderter oder gar blinder Menschen buchstäblich vor Augen zu führen und sie für unsere Lebenssituation zu sensibilisieren, gibt es kaum,“ so Projektleiterin Barbara Dvorak. Der BBSB bedankt sich abschließend nochmals sehr herzlich bei allen Förderern und Sponsoren, die mit kleineren und größeren Beträgen dafür gesorgt haben, das rund 50000 Euro teure Projekt zu realisieren — namentlich: Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung, Eduard Haffner-Stiftung, Elektro Lux GmbH, Georg und Hanne Zimmermann-Stiftung, HypoVereinsbank AG, Kaufhof AG, Kröner-Stiftung, Maria Hack-Stiftung, Herrn Dipl.-Ing. Michael Miller, PSD Bank Nürnberg, Siemens AG.
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