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Presse­mitteilung

Nürnberg, 27. Oktober 2009

Neu­wahl des Leiters der Bezirks­gruppe Mittel­franken

Im Rahmen einer außer­ordentlichen Mit­glieder­versammlung wurde Paul Brunner aus Schwaig bei Nürnberg zum neuen Bezirks­gruppen­leiter des Baye­rischen Blinden- und Sehbe­hinder­ten­bundes in Mittel­franken gewählt. Der 44-jährige gelernte Sozial­pädagoge übernimmt damit das Amt von Rudolf Sand, der im Sommer aus persönlichen Gründen zurück­getreten war. In geheimer Abstimmung erhielt er 119 von 122 abge­gebenen Stimmen.

„Die hohe Wahl­beteiligung und der Grad der Zustimmung freuen mich sehr, stellen sie doch eine gute Grund­lage für meine Akzeptanz und die zukünftige Arbeit dar,“ so der frisch Gewählte.

In einer kurzen Vorstellung schilderte Brunner seinen Werde­gang, der ihn nach einer drei­jährigen Grund­schulzeit in seiner Geburts­heimat, dem Bayerischen Wald, mit knapp 10 Jahren an das Bildungs­zentrum für blinde und sehbe­hinderte Menschen in Nürnberg führte. Auf dem sogenannten zweiten Bildungs­weg erreichte er die Fach­hoch­schul­reife und studierte anschließend Sozial­pädagogik an der Georg-Simon-Ohm-Fach­hoch­schule. Seinen Beruf übte er bis zu einer weiteren Verschlech­terung der Sehkraft bei den Rummels­berger Anstalten aus.

„Mit meiner Erfahrung einer angebo­renen Sehbe­hinderung und der Tatsache, dass ich heute bei einem kleinen verbliebenen Rest des Seh­vermögens auf den Weißen Stock und andere Blinden­techniken angewiesen bin, kann ich die Lebens­situation vieler unserer Mitglieder nach außen gut darstellen,“ betonte Paul Brunner.

Der BBSB hat in Mittel­franken rund 1200 Mit­glieder und berät auch andere blinde und sehbe­hinderte Menschen. Brunner will das bewährte Konzept der Beratung durch ausgebildete ehren­amtliche Blinden- und Seh­behin­derten­berater, die selbst betroffen sind, weiter pflegen. Er sieht darin eine wichtige Aufgabe, um insbesondere die Menschen aufzu­fangen, die erst seit kurzem mit Blindheit oder Seh­behin­derung konfrontiert sind. Die Selbsthilfe ist nach Brunners Worten ein wichtiges Merkmal des BBSB, der unter anderem durch die Teil­nahme an Messen und Gesund­heits­tagen sowie den erfolg­reichen Einsatz am Erfahrungs­feld zur Entfaltung der Sinne in der Gesell­schaft wahr­genommen wird. Das umfassende Hilfs- und Beratungs­angebot ist natürlich nur mit der Assistenz Sehender und im Zusammen­wirken mit dem haupt­amtlichen Fach­personal möglich.

Der frühere Kreis- und Bezirksrat Paul Brunner hofft, dass ihm seine Kennt­nisse der politischen Land­schaft bei der Interessen­vertretung seines Verbandes hilfreich sein werden. Gemeinsam mit seinem Stell­vertreter Siegfried Meister und der Leiterin des Beratungs- und Begegnungs­zentrums, Angelika Lamml, will er sich den vor ihm liegenden Aufgaben im Interesse der Betroffenen widmen.

 

 

Pressekontakt:
Angelika A. Lamml
Leitung Beratungs- und Begegnungs­zentrum (BBZ)
Baye­rischer Blinden- und Sehbe­hinder­ten­bund e.V.
Bahnhofsplatz 6, 90443 Nürnberg
Telefon (09 11) 2 36 00 - 33
E-Mail  angelika.lamml@bbsb.org