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Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund sucht eine/n
München, 15. September 2008
Vom Tonband zur DAISY-CDWenn München in diesem Jahr seinen 850. Stadtgeburtstag feiert und die 175. Wiesn unmittelbar bevorsteht, dann scheint sich das 50-jährige Jubiläum der Bayerischen Blindenhörbücherei am 12. September 2008 eher bescheiden auszunehmen. Für die mehr als 6000 blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen, die von dieser Einrichtung mit Literatur und Information versorgt werden, kann der Stellenwert einer Blindenbibliothek aber gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das kam in den Grußworten von Marga Beckstein, Gattin des bayerischen Ministerpräsidenten und Schirmherrn des Jubiläums, und Melanie Huml, Staatssekretärin im Bayerischen Sozialministerium, deutlich zum Ausdruck. Beide hoben besonders das Engagement dieser Einrichtung hervor, die jetzt Grund hatte, sich über einen 50-jährigen Einsatz im Dienste behinderter Menschen freuen zu können.
Im Rahmen eines abwechslungsreich gestalteten Festaktes im Neuen Forum am Deutschen Museum ließ sich in Gesprächen mit Zeitzeugen nachvollziehen, welche gravierenden technischen Veränderungen in nur 50 Jahren stattgefunden haben. Für Menschen, die Gedrucktes nicht handhaben können, bedeutet das Hörbuch eine wichtige und unverzichtbare Teilhabe am kulturellen Leben.
Die
Zeitzeugin Gerda Kloske-Schindlbeck erinnert sich: „Bis Anfang der siebziger Jahre habe ich es bei Hörbüchern
mit Spulentonbändern zu tun gehabt — eine fummelige Angelegenheit. Für ein umfangreicheres Buch musste
man schon mal ein Paket mit 20 und mehr Bändern zur Post tragen. Heute ist alles auf einer CD-ROM, die locker in jeden
Briefkasten passt. Das ist doch schon sehr bequem geworden.“
Um Literatur, deren Interpretation in der Buchaufsprache und die stimmliche Gestaltung ging es in den Interviews, die Karl Kliebhahn, Geschäftsführer der Bayerischen Blindenhörbücherei, mit fünf Sprechern führte. So wurde auch den Gästen des Festaktes anschaulich vermittelt, dass die Stimme das Buch trägt und daher für den Hörer mehr ist als reines Vorlesen. Zitat einer Hörerin: „Ohne die Stimmen meiner Lieblingssprecher wäre mein Leben um so vieles ärmer.“
Am Freitag, 19. September 2008, haben Interessierte die Möglichkeit, sich an unserem „Tag der offenen Tür“ in der Zeit von 9 bis 15 Uhr einen persönlichen Eindruck von der Arbeit der BBH zu verschaffen.
Ansprechpartner:
Karl Kliebhahn
Geschäftsführer BBH
Telefon (0 89) 12 15 51 11
E-Mail
Karl.kliebhahn@bbh-ev.org
www.bbh-ev.org