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Veröffentlichungen der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
zu den Themen:
München, 11. Oktober 2007
Im Rahmen der sechsten bundesweiten Woche des Sehens stellte der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) heute im Rahmen einer Pressekonferenz blinde und stark sehbehinderte Menschen vor, die in ganz unterschiedlichen Berufen erfolgreich tätig sind.
Christian Seuß, Landesgeschäftsführer des BBSB, selbst blind und von Beruf Jurist, stellte fest: „Vom wirtschaftlichen Aufschwung merken wir bei blinden und sehbehinderten Arbeitssuchenden noch nicht viel. Er ist bei uns noch nicht angekommen. Und obwohl sich schon einiges bewegt hat, sind die Vorbehalte mancher Arbeitgeber blinden und sehbehinderten Mitarbeitern gegenüber nach wie vor vorhanden.“
Die Barrieren in den Köpfen abzubauen, ist eine der wesentlichen Aufgaben des Integrationsfachdienstes für blinde und sehbehinderte Menschen, den die Selbsthilfeorganisation anbietet. Er hilft Ratsuchenden bei behinderungsbedingten Problemen am Arbeitsplatz, vermittelt Arbeitsplätze und informiert Arbeitgeber. In diesem Zusammenhang ist es für interessierte Arbeitgeber auch wichtig zu wissen, dass die meist notwendige technische Arbeitsplatzausstattung des behinderten Mitarbeiters von einem Kostenträger, zum Beispiel der Arbeitsagentur oder der Deutschen Rentenversicherung, übernommen wird.
Nach der Mitgliederstatistik des BBSB sind von den rund 4000 Mitgliedern im erwerbsfähigen Alter 1344 berufstätig. Sie teilen sich in folgende Hauptgruppen auf:
| Berufe in der Telekommunikation | 26,3 % |
| Masseure/Physiotherapeuten | 19,9 % |
| Verwaltungsangestellte | 15,2 % |
| Schreibberufe | 9,9 % |
Die berufliche Eingliederung blinder und sehbehinderter Menschen ist eine der zentralen Aufgaben des BBSB; trägt doch die eigene Erwerbstätigkeit entscheidend zu Selbstständigkeit und Unabhängigkeit bei. Sie ist ein Stück gesellschaftlicher Teilhabe.
Bereits zum sechsten Mal findet die bundesweite Woche des Sehens statt. In der Zeit vom 7. bis 15. Oktober (seit 1964 internationaler Tag des weißen Stocks) gibt es auch bayernweit vielfältige Veranstaltungen, um auf die besondere Lebenssituation blinder und stark sehbehinderter Menschen aufmerksam zu machen. Ein Schwerpunktthema in diesem Jahr ist Blindheit und Beruf. Initiiert vom Netzwerk berufliche Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen (NBT) startete am 7. Oktober eine groß angelegte Anzeigenkampagne. Unterstützt wird die Kampagne von der Bundesagentur für Arbeit. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Horst Köhler übernommen.
Nähere Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Internetseiten
www.bbsb.org und
www.woche-des-sehens.de.
Informationen des Netzwerks berufliche Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen finden Sie unter
www.ihre-einstellung.de.
Mit Ihrer Veröffentlichung unterstützen Sie unsere Arbeit für blinde und sehbehinderte Menschen.
Vielen Dank dafür.
Bei Fragen helfen wir gerne weiter!
Elke Runte
Leitung Bereich Kommunikation
Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
Arnulfstraße 22
80335 München
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
elke.runte@bbsb.org