direkt zum Inhalt

Newsletter des BBSB abonnieren!

Sie möchten tages­aktuell Bescheid wissen über die Ereignisse im Baye­rischen Blinden- und Seh­behin­derten­bund und über alles, was für Ihr Leben mit Handicap wichtig sein kann? — Möglich wird dies durch den kosten­losen E-Mail-Informations­dienst „bbsb-inform“.
Wer dabei sein möchte, sendet einfach eine leere E-Mail an  join-bbsb-inform@kbx.de.

Sie haben keine E-Mail-Adresse? Tele­fonisch erreichen Sie den Dienst rund um die Uhr unter (0 89) 5 59 88 - 2 88 in unserem  BIT-Teleservice.

Aktuell im BIT

Zwei neue  Fort­setzungs­romane für den Herbst:

 

Neue  EDV-Befehls­listen von Werner Krauße

 

 Kosten­lose Ver­öf­fent­lichun­gen der Baye­rischen Landes­zentrale für poli­tische Bil­dungs­arbeit zu den Themen:

 

Presse­mitteilung

München, 24. Mai 2007

10 Jahre „Begegnung im Dunkel“ auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne in Nürnberg

… und kein Licht am Ende des Tunnels!

 

Brennende Kerzen

 

Wie alles begann

1997 hatten der Baye­rische Blinden- und Seh­behin­derten­bund, die Blinden­instituts­stiftung in Rückers­dorf und das Bildungs­zentrum für Blinde und Seh­behin­derte in Nürnberg vor, die Auswir­kungen des Seh­verlusts verstärkt öffent­lich zu machen. Geschehen sollte das im Sommer 1998, und Anlass war der XXXII. Kongress der Blinden- und Seh­behin­derten­päd­ago­gInnen in der Stadt.

Der Kontakt zu Herrn Dr. Lienhard Barz, dem Leiter des Jugend­zentrums für kulturelle und politische Bildung der Stadt Nürnberg, zündete: Nicht Blindheit und Seh­behin­derung, sondern Dunkel­heit wurde Schwer­punkt des Erfahrungs­feldes 1998.

 

Weitermachen!

Die Dunkel­stationen im Hirsvogel­bunker besuchten im ersten Jahr 24500 Menschen. Das Erfahrungs­feld zählte 1998 insgesamt 53000 Besucher. Vom BBSB in München kam das Signal: Weiter­machen!

 

„Begreifen“ ohne Licht – Dunkel auch bei Sonnen­schein

Schon Hugo Kükelhaus, der Initiator der Erfahrungs­felder, wusste um den Wert des „Begreifens“ ohne hinzu­sehen und um die Verän­derung der Kommu­nikation und der Raum­erfahrung, eingehüllt in eine undurch­dring­liche Dunkel­heit. Selbst vertraute Gegen­stände offen­baren unbeach­tete Qualitäten, der Raum scheint keinen Anfang und kein Ende zu haben, Menschen scheinen nur aus Stimme zu bestehen. Selbst nicht gesehen zu werden ist durchaus reizvoll.

Die eigene Dunkel­erfahrung macht sensibel für blinde Menschen, die sich selbst bei strahlendem Sonnen­schein in völliger Dunkel­heit oder in einem undurch­dring­lichen Nebel bewegen. Für die einen ist völlige Dunkel­heit eine gewollte und vorüber­gehende Ausnahme­situation, für die anderen die ungewollte Normalität.

 

Einmal der Überlegene sein

Zum Dunkel­team des BBSB auf dem Erfahrungs­feld, das rund 25 Mitarbei­terInnen umfasst, gehören über­wiegend blinde oder doch sehr stark seh­behin­derte Menschen. Zehn von ihnen sind von Anfang an dabei. Wenn man sie nach ihrer Moti­vation für diese rein ehren­amtliche Arbeit fragt, lautet die Antwort: Da drin bin ich auch einmal der Über­legene, und das ist schön. Im Empfangs­bereich arbeiten selbst­verständ­lich Menschen, die voll oder doch noch so gut sehen, dass sie den Besucher­strom in die richtigen Bahnen leiten können. Zum Team gehören aber auch voll sehende Mit­arbeite­rInnen, die ehren­amtlich Führungen durch den Dunkel­gang machen können.

 

Die Dunkel­erfahrung wirkt nach

Gewinner sind sowohl die Besucher der Dunkel­stationen als auch die blinden und seh­behin­derten Menschen in der Region. Sie haben die Chance, mehr und mehr auf dunkel­erfahrene Mit­menschen zu treffen, die einfach einen Blick für „Dunkel­gänger“ haben.

 

Der 400000ste Besucher ist in Sicht

355000 Menschen ließen sich in den zurück­liegenden neun Jahren bereits „eindunkeln“. Wenn alles gut läuft, kommt der 400000ste noch bis zum 9. September vorbei.

 

Erfolg­reiche Partner­schaft

Partner­schaften sind dann erfolg­reich, wenn beide Seiten wissen, was sie anein­ander haben. Der BBSB wäre allein niemals auf die hohe Akzeptanz gestoßen, und das Erfahrungs­feld hätte ohne den BBSB ein Highlight weniger. Beide Partner wollen die Erfolgs­geschichte gemein­sam weiter­schreiben.

 

Ohne Freunde und Förderer ginge es nicht

Obwohl die Stadt die Raum­kosten für den Hirsvogel­bunker und einen Teil der Sach­kosten trägt, hat der BBSB rund 50000 € je Saison aufzu­bringen. Ohne die Förderung von dritter Seite wäre das jedoch unmöglich. So unter­stützen die PSD Bank Nürnberg eG, die Hypo­Vereins­bank in München, die Eduard Haffner Stiftung, die Marie Hack Stiftung, die Georg und Hanne Zimmer­mann Stiftung, die Kröner Stiftung und die Globus Vermögens­verwaltung und Vertriebs GmbH das Dunkel­projekt. Auch die Bundes­agentur für Arbeit und die Arge Nürnberg waren und sind dabei.

 

Was bringt das Jubiläums­jahr?

Eine Einladung an Förderer und Freunde am 24. Mai in den Hirsvogel­bunker, vier besondere Events mit der Sopranistin Iris Zimmer­hackel, dem Hörbuch­sprecher Reiner Unglaub und mit Armin Nembach, dem blinden Barden. Wieder auf dem Programm stehen der Erwerb des Dunkel­gänger­diploms, die Rund­gänge „Einem Blinden auf der Spur“ und die Vor­führung der Blinden­führ­hunde. Ein großer Erfolg war mit 424 Besuchern die „Blaue Nacht“.

 

 

Elke Runte
Leitung Bereich Kommunikation
Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org

 

P.S.: Bei Fragen zur Dunkel­begegnung wenden Sie sich bitte an den Projekt­leiter
Gustav Doubrava, Nürnberg
Telefon (09 11) 33 45 44
E-Mail:  gustav@doubrava.de