Titelblatt des Elternflyers "Das Besondere Kind": eine Puppe mit Augenbinde

Neue Broschüre des BBSB

Das Besondere Kind

Ein Rat­geber für Eltern blinder, seh­behinderter und mehrfach­behinderter Kinder
Bestellen Sie Ihr Exemplar mit unserem  Online-Bestellformular

Newsletter des BBSB abonnieren!

Sie möchten tages­aktuell Bescheid wissen über die Ereignisse im Baye­rischen Blinden- und Seh­behin­derten­bund und über alles, was für Ihr Leben mit Handicap wichtig sein kann? — Möglich wird dies durch den kosten­losen E-Mail-Informations­dienst „bbsb-inform“.
Wer dabei sein möchte, sendet einfach eine leere E-Mail an  join-bbsb-inform@kbx.de.

Sie haben keine E-Mail-Adresse? Tele­fonisch erreichen Sie den Dienst rund um die Uhr unter (0 89) 5 59 88 - 2 88 in unserem  BIT-Teleservice.

Presse­mitteilung

München, 20. Februar 2006

 

Auf die Punkte, fertig — los!

Blinden­schrift-Lese­wett­bewerb brachte nur Gewinner hervor

200 Jahre Blinden­bildung in Deutsch­land sind der Anlass für verschie­dene Aktionen rund um das Thema „Wie lernen blinde und seh­behin­derte Menschen?“ Im Jahr 1806 wurde die erste Blinden­schule in Deutsch­land gegrün­det, die Johann-August-Zeune-Schule in Berlin.

Der Baye­rische Blinden- und Seh­behin­derten­bund (BBSB) hatte am 17. Februar sieben blinde Schüle­rinnen und Schüler des Edith-Stein-Zentrums, Unter­schleiß­heim, und des Adolf-Weber-Gymnasiums, München, zu Gast. Nach einer Vor­aus­wahl waren diese Kinder und Jugend­lichen ins Halb­finale gekommen. In der Kate­gorie I waren die 5. und 6. Klasse vertreten, in der Kate­gorie II die 7. bis 10. Klasse. (Leider war aus dem Bildungs­zentrum für Blinde und Seh­behin­derte in Nürnberg kein Teil­nehmer dabei. Hier hatte es Termin­schwierig­keiten gegeben.)

Nach einer Vor­runde am Vor­mittag, in der alle Teil­nehme­rinnen und Teil­nehmer einen selbst gewählten Text in Blinden­schrift vorlesen mussten, kamen die zwei Besten aus jeder Kate­gorie in die Final­runde. Hier galt es eine schwierige Hürde zu über­winden, denn ein unbe­kannter Text, für den nur 10 Minuten Vor­bereitungs­zeit gewährt wurden, musste vorge­lesen werden.


Maxi FrankAls es um 14:30 Uhr zur Sieger­ehrung kam, waren sich alle einig. Es gab nur Gewinner! Jedes Mädchen, jeder Junge erhielt, auch wenn er oder sie nicht so gut abge­schnitten hatte, einen Preis. Ein­deutig fiel das Votum der fach­kundig besetzten Jury bei der Ent­schei­dung für den 1. Platz in jeder Kate­gorie aus. Maxi Frank vom Adolf-Weber-Gymnasium erhielt als Siegerin der Kate­gorie I ein Blinden­schrift­buch und ein Hör­buch. Ann-Kathrin ModestDie Siegerin der Kate­gorie II, Ann-Kathrin Modest vom Edith-Stein-Zentrum, erhielt ebenfalls ein spannendes Buch in Blinden­schrift und noch ein Hörbuch oben­drein.

Stadt­rätin Angelika Gebhardt, die in Ver­tretung von Münchens Ober­bürger­meister Christian Ude gemeinsam mit Judith Faltl, der Landes­vorsitzenden des BBSB, die Jungen und Mädchen ehrte, war sichtlich erfreut angesichts der über­zeugenden Leis­tungen: „Ich bin sehr beein­druckt. Ich kann mir gar nicht vor­stellen, wie man Blinden­schrift so gut und flüssig lesen kann.“
Die schönen Buch­preise kommen aus dem  BIT-Zentrum des BBSB. Hier werden Bücher auf Kassette oder CD gelesen bzw. in Blinden­schrift übertragen. Zusätzlich zu den Preisen erhielten die Teil­nehmer des Blinden­schrift-Lese­wett­bewerbs auch eine Urkunde — neben der Normal­schrift­version natürlich auch eine Abschrift in Blinden­schrift.


Die Jurymitglieder Dr. Harald Parigger (Jugendbuchautor), Daniela Ruß, Anette Pavcovic, Maria Hell, Reiner Unglaub (Sprecherzieher)
Die Jury setzte sich zusammen aus dem selbst blinden Reiner Unglaub, Sprech­erzieher, Dr. Harald Parigger, Jugend­buch­autor, sowie Anette Pavkovic, Maria Hell und Daniela Ruß, die alle drei im  Arbeits­kreis Jugend des BBSB mit­arbeiten, der den Lese­wett­bewerb organisiert hatte.

In der Pause gab es natür­lich auch etwas Leckeres zur Stärkung. Außer­dem konnte eine kleine Aus­stellung mit alten und neuen Schreib- und Rechen­geräten für blinde Menschen besucht werden.

 

In Bayern leben derzeit 17114 blinde Menschen. Die Zahl der Seh­behin­derten ist um ein Viel­faches höher. Etwa drei Viertel der Betrof­fenen sind älter als 60 Jahre, dennoch ist die Jugend­arbeit im BBSB ein wichtiges Angebot. „Es ist uns ein beson­deres Anliegen, als Selbst­hilfe­organi­sation blinder und seh­behin­derter Menschen in Bayern besonders auch die Belange von betrof­fenen Kindern und Jugend­lichen und deren Eltern zu ver­treten. Unser Angebot geht auch aus­drück­lich auf ihre Bedürf­nisse ein. Wir sind stolz auf das Engage­ment, das unser Jungend­arbeits­kreis bei der Vor­berei­tung dieser Ver­anstal­tung bewiesen hat,“ lobte Christian Seuß, Landes­geschäfts­führer des BBSB, am Ende der gelun­genen Ver­anstaltung.

Elke Runte
Baye­rischer Blinden- und Seh­behinderten­bund e.V.
Leitung Ab­teilung Öffent­lich­keits­arbeit und Fund­raising
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org
 www.bbsb.org