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Presse­mitteilung

München, 10. Oktober 2006

Blind sein, wie ist das? — Lernen ohne Augen­licht

Eine Begegnungs­stunde in der Schule mit sehenden und blinden Kindern

200 Jahre Blinden­bildung in Deutschland sind Anlass genug, den dies­jährigen inter­nationalen Tag des weißen Stocks (15. Oktober) unter das Motto „Blind sein, wie ist das? — Lernen ohne Augen­licht“ zu stellen. Vor 200 Jahren wurde in Berlin die erste Blinden­schule in Deutschland, die Johann-August-Zeune-Schule, gegründet.

Die Blinden- und Seh­behin­derten­organi­sationen in Deutschland widmen dem Thema Bildung in diesem Jahr besondere Aufmerk­samkeit. Der Baye­rische Blinden- und Seh­behin­derten­bund (BBSB) freute sich ganz besonders, dass es am 10. Oktober gelungen war, mit der Förder­schule Dachauer Straße 98 und der Grund­schule Nadistraße 3, beide München, sowie dem Seh­behin­derten- und Blinden­zentrum Unter­schleiß­heim (SBZ) Partner zu gewinnen, um einer breiten Öffent­lich­keit vorzu­stellen, wie blinde Kinder lernen.

Drittklässler mit Minister SchneiderIn Anwesen­heit von Kultus­minister Siegfried Schneider fand eine Unter­richts­stunde mit Schülern der dritten Jahrgangs­stufen dieser Schulen statt. Es ging um Lesen und Schreiben und gegen­seitiges Verständnis und die Sensibili­sierung für die Bedürf­nisse des anderen. Die Begegnungs­stunde mit sehenden und blinden Kindern soll der Auftakt sein für eine engere Zusammen­arbeit der Schulen, die sich am heutigen Aktions­tag dieses besondere Projekt vorge­nommen hatten.

„Ein Anliegen des BBSB war und ist es, dass blinde und seh­behin­derte Kinder gleich­wertige Bildungs­chancen haben und dass ihnen je nach persön­lichen und familiären Verhält­nissen verschie­dene Wege zu einer guten Bildung offen­stehen. Sei es in einem speziellen Förder­zentrum für blinde und seh­behin­derte Menschen oder auch am Heimat­ort im Rahmen einer integrierten Beschulung. Auch der Staat soll in die Bildungs­bereiche für Blinde und Seh­behin­derte investieren,“ bekräftigte Christian Seuß, Landes­geschäfts­führer des BBSB die Forderungen der Selbst­hilfe­organisation.

In Bayern leben rund 80000 blinde und seh­behin­derte Menschen, darunter mehr als 2000 im schul­fähigen Alter bis 18 Jahre.

Weitere Infor­mationen finden Sie  hier auf unseren Internetseiten, oder rufen Sie uns an — bayernweit (0 18 05) 66 64 56 (12 Cent pro Minute).)

 

Elke Runte
Baye­rischer Blinden- und Seh­behinderten­bund e.V.
Leitung Ab­teilung Öffent­lich­keits­arbeit und Fund­raising
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org
 www.bbsb.org