Ein Ratgeber für Eltern blinder, sehbehinderter und mehrfachbehinderter Kinder
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und über alles, was für Ihr Leben mit Handicap wichtig sein kann? — Möglich
wird dies durch den kostenlosen E-Mail-Informationsdienst „bbsb-inform“.
Wer dabei sein möchte, sendet einfach eine leere E-Mail an
join-bbsb-inform@kbx.de.
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BIT-Teleservice.
Mit einem Tag der offenen Tür, zu dem die Mitglieder des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes genauso kamen wie sehende Gäste, feierte das BIT-Zentrum 20 Jahre erfolgreiche Arbeit für blinde und sehbehinderte Menschen in Bayern und in ganz Deutschland.
Als das Beratungs-, Informations- und Textservice-Zentrum (BIT) 1986 seine Tätigkeit aufnahm, hatten blinde und sehbehinderte Menschen erstmals die Möglichkeit, Texte nach ihren individuellen Wünschen in Blindenschrift übertragen zu lassen. Ein Aufsprachedienst, über den zum Beispiel Romane und Bedienungsanleitungen auf Kassette aufgelesen wurden, kam 1987 hinzu. Im Laufe der Jahre weitete sich das Angebot auf Zeitschriften in Blindenschrift und auf Hörkassette aus. Die Herstellung von Texten in Maxi-Druck, Großdruck für sehbehinderte Menschen, wurde 1996 eingerichtet.
Zum Angebotsspektrum des BIT-Zentrums gehört
außerdem eine umfassende Beratung im Bereich der Hilfsmittel
für Alltag, Beruf und Freizeit. Nicht zu vergessen ist hierbei die kompetente Beratung im Gebrauch vergrößernder
Sehhilfen.
In den 20 Jahren seines Bestehens hat das BIT-Zentrum
weit mehr als eine Million Hörkassetten kopiert
und über 10 Millionen Seiten in Blindenschrift ausgedruckt.
Im Kassetten-/CD-Bereich liegt der Anteil der individuellen
Aufträge für den privaten Bedarf bei etwa zwei Drittel, der Anteil der Aufträge für den beruflichen
Bedarf liegt bei etwa einem Drittel. Im Blindenschriftbereich verhält sich die Verteilung ähnlich.
Im BIT-Zentrum werden auch Schulbücher
in blinden- und sehbehindertengerechte Form übertragen. Die BIT-Palette
der Textübertragungen
schließt mit dem kleinen Segment der Maxi-Druck-Produktion, lesen doch sehbehinderte Menschen meist mit vergrößernden
Sehhilfen.
Eine große Auswahl an Zeitschriften, auf Kassette, CD und natürlich auch in Blindenschrift, informiert blinde und sehbehinderte Leseratten von Nah und Fern. Über 5000 Kunden versorgt das BIT-Zentrum jedes Jahr mit Literatur der unterschiedlichsten Art.
Neben den zehn hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört ein Zivildienstleistender zur Mannschaft. Für den Aufsprachedienst sind inzwischen 80 ehrenamtliche Sprecherinnen und Sprecher tätig. Sie lesen alles, was benötigt wird, auf Kassette und neuerdings auf DAISY-CD. DAISY-Bücher, das sind die zukunftsweisenden Hörbücher für blinde und sehbehinderte Menschen. Hierbei handelt es sich um ein digitales Aufzeichnungsverfahren. In Hörbüchern, die im DAISY-Format aufgenommen wurden, kann man mit dem passenden Abspielgerät navigieren — dies geht bei der herkömmlichen Hörkassette und der normalen Audio-CD nicht. Überhaupt musste das BIT-Zentrum in allen Bereichen technisch immer auf der Höhe sein. Die Entwicklungen waren vielfältig. Zu nennen ist hier beispielsweise der Übergang vom Hörbuch auf Tonband, auf Kassette bis hin zum eben erwähnten digitalen DAISY-Buch. Bei der Blindenschriftübertragung werden natürlich inzwischen längst alle Finessen der Texterkennung und –bearbeitung eingesetzt.
„Für Tausende blinder und sehbehinderter Menschen ist das BIT-Zentrum
zu einer unverzichtbaren Einrichtung geworden,“ freute sich Christian Seuß, Landesgeschäftsführer
des BBSB. Er war 1986 Rechtsreferendar und
als Assistent der Geschäftsführung auch für
den Betrieb des BIT-Zentrums verantwortlich.
Seuß betonte, dass ohne die Hilfe vieler wohlwollender Menschen das BIT-Zentrum
nicht zu dem hätte werden können, was es heute ist. Die finanzielle Hilfe der öffentlichen Hand und privater Förderer
habe den Betrieb des BIT-Zentrums
ermöglicht, so Seuß. Der Dank gilt den Bayerischen Bezirken, der Landeshauptstadt München
und dem Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS). Stellvertretend für private Freunde und Förderer des
BIT-Zentrums seien genannt die Firma Datev, der
Lions Club München-Grünwald, die Haberland-Wagner-Stiftung und die Helga Cavallo-Stiftung.
Die Produkte des BIT-Zentrums
werden übrigens zum Selbstkostenpreis abgegeben.
Nähere Informationen zu den Leistungen des BIT finden
Sie unter
http://www.bbsb.org/unser_angebot/bit.php
Elke Runte
Fotos zum honorarfreien Abdruck stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an:
Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
elke.runte@bbsb.org
www.bbsb.org