Mit einer Fachtagung zur Blindheitsverhütung in Deutschland und in den Entwicklungsländern startete die Informationskampagne Woche des Sehens heute in Berlin. Bis zum kommenden Samstag machen neun Verbände und Organisationen unter dem Motto „Blindheit verstehen, Blindheit verhüten“ auf die Bedeutung von gutem Sehvermögen, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie auf die Situation blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam. Insgesamt werden bundesweit über 1000 Einzelveranstaltungen stattfinden. Schirmherrin der Aktionswoche ist die Schauspielerin Senta Berger.
„Wie gestaltet man sein tägliches Leben, wenn man blind ist? Welche Einstellung bewegt Augenärzte, die ein Jahr in Entwicklungsländer gehen, um Menschen das Sehvermögen zurückzugeben? Wie gehen Patienten damit um, wenn ihr Sehvermögen jeden Monat unaufhaltbar abnimmt? Was lässt sich ausrichten gegen die Altersabhängige Makuladegeneration, die Blindheitsursache Nummer eins in Deutschland? Und schließlich: Wie gut sehen die Deutschen eigentlich? — Das sind nur einige der Fragen, die in der Aktionswoche beantwortet werden sollen“, konkretisierte Andreas Pruisken, Sprecher der Woche des Sehens, heute in einer Pressekonferenz die Ziele der Informationskampagne.
Rund 60 Augenkliniken, 350 niedergelassene Augenärzte, 500 Augenoptiker und 100 Vereine und Institutionen aus dem Blinden- und Sehbehindertenwesen beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen an der Woche des Sehens. Thematische Schwerpunkte werden dabei die Augenerkrankung „Altersabhängige Makuladegeneration“, die Probleme blinder Menschen bei der Bedienung von Automaten, die Blindheitsverhütung in den Entwicklungsländern sowie das Sehvermögen der Deutschen sein, das bei den teilnehmenden Augenoptikern während der Aktionswoche kostenlos getestet werden kann.
Trägerorganisationen der Woche des Sehens sind die Christoffel-Blindenmission, der Deutsche Blinden-
und Sehbehindertenverband,
der Zentralverband der Augenoptiker, der Berufsverband der Augenärzte, das Deutsche Komitee
zur Verhütung von
Blindheit, die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft, der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten
in Studium und Beruf, die Pro Retina sowie das Hilfswerk der Lions. Unterstützt wird die Informationskampagne
von Aktion Mensch, den Hauptsponsoren Novartis und Pfizer sowie von Carl Zeiss Meditec und dem HUG-Verlag.
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