Presse­mitteilung

München, 12. Oktober 2005

Tag des weißen Stockes am 15. Oktober 2005

Wie ist das, blind zu sein — in einer Welt von Farben, Grafiken und Auto­maten?

Blinde Menschen geben an ihrem inter­nationalen Aktions­tag bundes­weit Ein­blick in „ihre Welt“

Zum jähr­lich am 15. Oktober statt­findenden Aktions­tag der blinden Menschen, dem „Tag des weißen Stockes“, machen der Deutsche Blinden- und Seh­behin­derten­verband (DBSV) und seine rund 270 Landes- und Orts­vereine auf die Alltags­probleme der rund 145000 blinden Menschen in Deutsch­land in einer auf das Sehen aus­gerich­teten Welt auf­merk­sam. Motto des Aktions­tages ist dieses Jahr „Wie ist das, blind zu sein — in einer Welt von Farben, Grafiken und Auto­maten?“. Dazu wird es bundes­weit eine Viel­zahl von Ver­anstal­tungen geben: bekannte Persön­lich­keiten der Region werden versuchen, Auto­maten mit verbun­denen Augen zu bedienen. Außer­dem werden blinde Menschen zeigen, wie sie mit Hilfe von Erkennungs­geräten Farbe erkennen können und wie sie sowohl Com­puter als auch das Inter­net nutzen.

„Unsere gesamte Um­gebung ist auf den Seh­sinn aus­gerichtet. Weit über 80 Prozent der Sinnes­wahr­neh­mungen nimmt der sehende Mensch mit den Augen auf. Ob Auto­maten, Computer­bild­schirm, die Farben der Kleidungs­stücke — alles muss eigent­lich gesehen werden, um es nutzen zu können. Das heißt für blinde Menschen, sich diese Lebens­bereiche anders erschlie­ßen zu müssen: Über blinden­gerechte Ampeln, Farb­erkennungs­geräte und Auto­maten, die auch von blinden Men­schen bedient werden können. Wie wir das machen, aber auch, wo das nicht mög­lich ist und wir auf Hilfe an­gewiesen sind, das wollen wir am 15. Oktober zeigen“, so Jürgen Lubnau, selbst blinder Präsident des DBSV.

Der jähr­lich am 15. Oktober statt­findende „Tag des weißen Stockes“ ist seit 40 Jahren der inter­nationale Aktions­tag, der von den über 50 deutschen Orga­nisa­tionen der blinden Menschen und ihrer För­derer genutzt wird, um auf die speziellen Belange dieser Behin­derten­gruppe hin­zu­weisen. Er ist wie in den vergan­genen Jahren zu­gleich Ab­schluss­tag der „Woche des Sehens — Blind­heit ver­hüten, Blind­heit ver­stehen“, einer Gemein­schafts­aktion von neun Partner­orga­nisa­tionen.

Die nächst­gelegene Kontakt­stelle des DBSV und seiner Landes­vereine ist unter der bundes­weit einheit­lichen Ruf­nummer (0 18 05) 66 64 56 (0,12 € pro Minute) zu erreichen. Dort erhal­ten blinde Menschen und ihre Ange­hörigen Infor­mationen zu Hilfs­mitteln und eine Beratung zu indivi­duellen Problemen.

 

Weitere Infor­mationen sowie Bild­material zum honorar­freien Abdruck erhalten Sie bei:
Deutscher Blinden- und Seh­behin­derten­verband e.V.
Thomas Krieger
Telefon (0 30) 28 53 87 - 14
Fax (0 30) 28 53 87 - 20
E-Mail  t.krieger@dbsv.org
 www.dbsv.org
 www.woche-des-sehens.de

Kontakt in Bayern:
Elke Runte
Baye­rischer Blinden- und Seh­behinderten­bund e.V.
Leitung Ab­teilung Öffent­lich­keits­arbeit und Fund­raising
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org