Titelblatt des Elternflyers "Das Besondere Kind": eine Puppe mit Augenbinde

Neue Broschüre des BBSB

Das Besondere Kind

Ein Rat­geber für Eltern blinder, seh­behinderter und mehrfach­behinderter Kinder
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Presse­mitteilung

München, 21. April 2005

Wir lesen anders

Welttag des Buches — auch für blinde und sehbehinderte Menschen ein Thema

40 ehrenamtliche Sprecherinnen und Sprecher kamen zum „Sprechertreffen“ am 20. April , zu dem das BIT-Zentrum (Beratung, Information, Textservice) des BBSB in jedem Frühjahr einlädt.
Im Aufsprachedienst lesen die Damen und Herren mit großem Engagement alles auf Kassette und CD, was blinden und stark sehbehinderten Menschen sonst nicht zugänglich wäre. Durch alle Wissens- und Interessensgebiete bewegen sich die diversen Leseaufträge. Romane, Fachbücher, Bedienungsanleitungen und Reiseliteratur — alles ist vertreten.

Bereits seit 19 Jahren ist das BIT-Zentrum eine wichtige Servicestation, wenn es darum geht, Gedrucktes blinden- und sehbehindertengerecht aufzubereiten.

Julia HaaßNeben dem Aufsprachedienst, der allein im vergangenen Jahr 752 Aufträge von blinden und sehbehinderten Kunden bearbeitet hat, betreibt das BIT-Zentrum einen Textservice für Blindenschrift und Großdruck — in 2004 waren es 464 Aufträge.
Die blinden und sehbehinderten Auftraggeber brauchen den Lesestoff sowohl für den privaten als auch für den schulischen und beruflichen Bereich. „So verwundert es keineswegs, wenn sich das BIT-Zentrum anlässlich des Welttags des Buches am 23. April einklinkt, um blinde und sehbehinderte Leseratten in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken“, stellte Martin Klein, selbst betroffener Leiter des BIT-Zentrums, fest.

Dr. Stefan Isam, Angelika Mann und Heidi BöhmAls Gast zum Sprechertreffen eingeladen war auch Heidi Böhm. Sie ist seit vielen Jahren als Blindenschriftlehrerin im Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund, ebenfalls ehrenamtlich, tätig. Nicht nur aufgrund ihrer eigenen Betroffenheit weiß sie genau, wie schwierig es ist, wenn man als neu erblindeter oder von einer Sehbehinderung betroffener Mensch wieder neu lesen und schreiben lernen muss. Angelika Mann und Dr. Stefan Insam berichteten freimütig, wie sie dies mit Frau Böhms Hilfe geschafft haben. Als Teilnehmer in einem ihrer Blindenschriftkurse haben sie sich ein Stück Selbstständigkeit für ihr Leben mit der Behinderung zurückerobert.

In Bayern leben rund 16800 blinde und etwa 55000 stark sehbehinderte Menschen. Für viele von ihnen ist das BIT-Zentrum mit seinem Textservice eine unerlässliche Hilfe. Auch die Zeitschriften in Blindenschrift und zum Hören finden ein dankbares Publikum, auch über die Grenzen Bayerns hinaus.

Möchten Sie das BIT-Zentrum näher kennen lernen? Gerne können Sie Herrn Klein anrufen, Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 36, oder ihn per Mail erreichen:  martin.klein@bbsb.org

Auch hier auf den Internetseiten des BBSB finden Sie das ganze  Angebotsspektrum des BIT.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Runte
Leitung Ab­teilung Öffent­lich­keits­arbeit und Fund­raising
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org

P.S.: Übrigens: Ganz aktuell — das BIT-Zentrum hat auch den Flyer zur Bundesgartenschau 2005 blinden- und sehbehindertengerecht aufbereitet!