Ein Ratgeber für Eltern blinder, sehbehinderter und mehrfachbehinderter Kinder
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Am 23. März 2005 führten Vertreter des BBSB im erweiterten Kreis gemeinsam mit dem DVBM e.V. und Lichtblicke e. V. ein zweites einstündiges Spitzengespräch mit hochrangigen Vertretern der AOK Bayern.
Die AOK-Spitze konnte berichten, dass sie inzwischen eine Arbeitsgruppe Blindenführhunde eingerichtet hat, die bis 30. April 2005 zügig die 13 anhängigen Ablehnungsfälle überprüfen wird.
Mit Blick auf eine Pressemitteilung des DVBM vom 22. März 2005 stellte der BBSB-Landesgeschäftsführer Christian Seuß klar, dass der BBSB mit dieser Vereinbarung eine Beschleunigung der Widerspruchs- und Klageverfahren erreicht, was im Interesse der betroffenen blinden Versicherten liegt. Falls die AOK in den anhängigen Fällen nicht zu Gunsten der blinden Versicherten entscheiden sollte, werde der BBSB die Verfahren selbstverständlich mit vollem Einsatz weiterführen.
Wie der DVBM zu der Meinung gekommen sei, der BBSB habe die blinden Versicherten verschaukelt, ist nicht nachvollziehbar und entspricht in keiner Weise den Tatsachen.
Im übrigen hofft der BBSB, dass die AOK Bayern ihre restriktive Haltung aufgeben wird und wieder zur bisherigen Versorgungspraxis zurückkehrt, was bedeutet: Jeder blinde Mensch erhält auf Antrag bei Vorlage einer ärztlichen Verordnung von der gesetzlichen Krankenkasse einen Blindenführhund finanziert, es sei denn, er ist hierfür nicht geeignet oder sonstige dringende Gründe sprechen dagegen.
Der BBSB teilt die Auffassung der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Anita Knochner, dass Menschen mit Behinderung nicht auf eine minimale Basismobilität beschränkt werden dürfen, sondern ein Recht auf größtmögliche Mobilität und Teilhabe besitzen. Dabei setzt gerade die Blindheit den Betroffenen sowieso oft genug erhebliche Grenzen.
Die Praxis der letzten zwanzig Jahre habe, so Seuß, gezeigt, dass es nicht zu einer Kostenexplosion kommen wird, weil längst nicht jeder blinde Mensch in seiner Lebenssituation einen Vierbeiner haben möchte.
Das nächste Spitzengespräch ist für den 12. Mai 2005 terminiert.
Elke Runte
Leitung Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
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