Titelblatt des Elternflyers "Das Besondere Kind": eine Puppe mit Augenbinde

Neue Broschüre des BBSB

Das Besondere Kind

Ein Rat­geber für Eltern blinder, seh­behinderter und mehrfach­behinderter Kinder
Bestellen Sie Ihr Exemplar mit unserem  Online-Bestellformular

 

Presse­mitteilung

München, 24. März 2005

„Die Richtung stimmt!“

Am 23. März 2005 führten Vertreter des BBSB im erweiterten Kreis gemein­sam mit dem DVBM e.V. und Lichtblicke e. V. ein zweites ein­stündiges Spitzen­gespräch mit hoch­rangigen Vertretern der AOK Bayern.

Die AOK-Spitze konnte berichten, dass sie inzwischen eine Arbeits­gruppe Blinden­führ­hunde eingerichtet hat, die bis 30. April 2005 zügig die 13 anhängigen Ablehnungs­fälle über­prüfen wird.

Mit Blick auf eine Presse­mitteilung des DVBM vom 22. März 2005 stellte der BBSB-Landes­geschäfts­führer Christian Seuß klar, dass der BBSB mit dieser Verein­barung eine Beschleuni­gung der Wider­spruchs- und Klage­verfahren erreicht, was im Inter­esse der betroffenen blinden Versicherten liegt. Falls die AOK in den anhängigen Fällen nicht zu Gunsten der blinden Versicherten ent­scheiden sollte, werde der BBSB die Verfahren selbst­verständ­lich mit vollem Einsatz weiter­führen.

Wie der DVBM zu der Meinung gekommen sei, der BBSB habe die blinden Ver­sicherten verschau­kelt, ist nicht nach­voll­zieh­bar und entspricht in keiner Weise den Tat­sachen.

Im übrigen hofft der BBSB, dass die AOK Bayern ihre restrik­tive Haltung auf­geben wird und wieder zur bis­herigen Versorgungs­praxis zurück­kehrt, was bedeutet: Jeder blinde Mensch erhält auf Antrag bei Vor­lage einer ärzt­lichen Ver­ordnung von der gesetz­lichen Kranken­kasse einen Blinden­führ­hund finanziert, es sei denn, er ist hierfür nicht geeignet oder sonstige dringende Gründe sprechen dagegen.

Der BBSB teilt die Auf­fassung der Behinderten­beauftragten der Bayerischen Staats­regierung, Anita Knochner, dass Menschen mit Behinderung nicht auf eine minimale Basis­mobilität beschränkt werden dürfen, sondern ein Recht auf größt­mögliche Mobilität und Teil­habe besitzen. Dabei setzt gerade die Blind­heit den Betroffenen sowieso oft genug erheb­liche Grenzen.

Die Praxis der letzten zwanzig Jahre habe, so Seuß, gezeigt, dass es nicht zu einer Kosten­explosion kommen wird, weil längst nicht jeder blinde Mensch in seiner Lebens­situation einen Vier­beiner haben möchte.

Das nächste Spitzen­gespräch ist für den 12. Mai 2005 terminiert.

 

Elke Runte
Leitung Ab­teilung Öffent­lich­keits­arbeit und Fund­raising
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org