Ein Ratgeber für Eltern blinder, sehbehinderter und mehrfachbehinderter Kinder
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Im Rahmen der Bundesgartenschau 2005 in München veranstalten die Blindeninstitutsstiftung und der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) das „Erlebnis im Dunkeln“ vom 28. April bis 21. August 2005. In zwei speziell ausgebauten Dunkelcontainern erfahren Besucher einen kleinen Ausschnitt aus der Welt blinder Menschen.
| Tag | Uhrzeit |
|---|---|
| werktags außerhalb der Schulferien | 9:30 bis 15 Uhr |
| werktags in den Schulferien | 11 bis 17:30 Uhr |
| Wochenenden und Feiertage | 12 bis 17 Uhr |
Ihre Umwelt begreifen — im wahrsten Sinne des Wortes —, das lernen die Besucher des „Erlebnis im Dunkeln“, einer Aktion des BBSB und der Blindeninstitutsstiftung, anlässlich der Bundesgartenschau 2005. Die Basis der Aktion bilden zwei lichtlose Räume, die von den Besuchern unter Führung von blinden Menschen durchlaufen werden können. Selbst erfahren, was es heißt, nichts zu sehen, und das Gespräch mit blinden und stark sehbehinderten Menschen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Das „Erlebnis im Dunkeln“ wurde konzipiert, um sehenden Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich für einige Minuten in die Welt blinder Menschen zu versetzen. Die Wahrnehmung soll sensibilisiert und das Verständnis für Blinde und Sehbehinderte soll geweckt werden. Mit der Dunkelheit konfrontiert, müssen sich Besucher damit auseinandersetzen, was passiert, wenn die visuelle Orientierung plötzlich keine Rolle mehr spielt. Wahrnehmungsmuster verändern sich. Fühlen, Riechen, Schmecken und Hören bekommen einen anderen Stellenwert auf der Entdeckungsreise durch die Dunkelheit. Basis des Erlebnisparcours sind einfache Baucontainer, die innen speziell ausgestattet und voll klimatisiert sind. Sie stehen L-förmig aneinander und sind durch eine Zwischentür verbunden. Der Besucher betritt den Parcours im ersten Container über eine Lichtschleuse, um sich an die absolute Dunkelheit zu gewöhnen, die im Inneren herrscht. Der anschließende Raum ist in drei Boxen aufgeteilt, die mit verschiedenen Bodenbelägen wie Flusssteinen, Schaumstoff, Mulch und Eisenrohren ausgelegt sind. Unterschiedliche Temperaturzonen müssen durchquert werden, und tastbare Gegenstände, wie Baumstämme, versperren den Weg. Auch der akustische Sinn wird durch verschiedene Geräusche und Musik angesprochen.
Durch eine Zwischentür gelangen die Besucher in den zweiten Container. Hier befindet sich eine Bar mit Theke, an der ein blinder Barkeeper Getränke ausschenkt. Kommunikation in der Finsternis, bezahlen und das Geld nur erfühlen, trinken ohne das Getränk zu sehen — für einen sehenden Menschen bietet sich ein völlig neues Erfahrungsfeld. Auch Musik kann hier über den Tastsinn erfasst werden. An zwei Vibrationswänden aus Holz und im Boden eingelassenen Bass-Magneten spüren die Besucher die tiefen Töne der Musik. Über eine Lichtschleuse werden die Container dann nach ca. 15 Minuten wieder verlassen — in eine für sehende Menschen barrierefreie Umwelt.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Blindeninstitutsstiftung München
Connie Kölker-Damskis, Telefon (0 89) 16 78 12 - 1 54
E-Mail
c.koelker-damskis@blindeninstitut.de
Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund
Elke Runte, Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
E-Mail
oeffentlichkeitsarbeit@bbsb.org
Anmeldungen
für
den Besuch im „Erlebnis im Dunkeln“:
Telefon (01 80) 08 2005 und
www.BUGA2005.de
Elke Runte
Leitung Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
elke.runte@bbsb.org
P.S.: Mit freundlicher Unterstützung der Georg-und-Hanne-Zimmermann-Stiftung und der Münchner Augenklinik am
Marienplatz konnte der Druck einiger Informationsmaterialien realisiert werden.
Wir danken herzlich!