Titelblatt des Elternflyers "Das Besondere Kind": eine Puppe mit Augenbinde

Neue Broschüre des BBSB

Das Besondere Kind

Ein Rat­geber für Eltern blinder, seh­behinderter und mehrfach­behinderter Kinder
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Presse­mitteilung

München, 22. April 2005

Die Hand vor Augen nicht sehen

„Erlebnis im Dunkeln“ auf der BUGA 2005 in München

Im Rahmen der Bundes­garten­schau 2005 in München veranstal­ten die Blinden­instituts­stiftung und der Bayerische Blinden- und Seh­behinderten­bund (BBSB) das „Erlebnis im Dunkeln“ vom 28. April bis 21. August 2005. In zwei speziell aus­gebau­ten Dunkel­containern erfahren Besu­cher einen kleinen Aus­schnitt aus der Welt blinder Menschen.

Öffnungszeiten der Dunkelcontainer
Tag Uhrzeit
werktags außerhalb der Schulferien 9:30 bis 15 Uhr
werktags in den Schulferien 11 bis 17:30 Uhr
Wochenenden und Feiertage 12 bis 17 Uhr


Ihre Umwelt begreifen — im wahrsten Sinne des Wortes —, das lernen die Besucher des „Erlebnis im Dunkeln“, einer Aktion des BBSB und der Blinden­instituts­stiftung, anläss­lich der Bundes­garten­schau 2005. Die Basis der Aktion bilden zwei licht­lose Räume, die von den Besu­chern unter Führung von blinden Menschen durch­laufen werden können. Selbst erfahren, was es heißt, nichts zu sehen, und das Gespräch mit blinden und stark seh­behin­derten Menschen stehen im Mittel­punkt der Ver­anstaltung.

Das „Erlebnis im Dunkeln“ wurde konzipiert, um sehenden Men­schen die Mög­lich­keit zu bieten, sich für einige Minuten in die Welt blinder Menschen zu ver­setzen. Die Wahr­nehmung soll sensi­bilisiert und das Verständ­nis für Blinde und Seh­behinderte soll geweckt werden. Mit der Dunkel­heit kon­frontiert, müssen sich Besucher damit aus­einander­setzen, was passiert, wenn die visuelle Orien­tierung plötzlich keine Rolle mehr spielt. Wahr­nehmungs­muster verändern sich. Fühlen, Riechen, Schmecken und Hören bekommen einen anderen Stellen­wert auf der Ent­deckungs­reise durch die Dunkel­heit. Basis des Erlebnis­parcours sind einfache Bau­container, die innen speziell aus­gestattet und voll klimatisiert sind. Sie stehen L-förmig aneinander und sind durch eine Zwischen­tür verbunden. Der Besucher betritt den Parcours im ersten Con­tainer über eine Licht­schleuse, um sich an die absolute Dunkel­heit zu gewöhnen, die im Inneren herrscht. Der anschlie­ßende Raum ist in drei Boxen auf­geteilt, die mit verschiedenen Boden­belägen wie Fluss­steinen, Schaum­stoff, Mulch und Eisen­rohren aus­gelegt sind. Unter­schied­liche Temperatur­zonen müssen durch­quert werden, und tast­bare Gegen­stände, wie Baum­stämme, ver­sperren den Weg. Auch der akus­tische Sinn wird durch verschie­dene Geräusche und Musik ange­sprochen.

Durch eine Zwischen­tür gelangen die Besucher in den zweiten Con­tainer. Hier befindet sich eine Bar mit Theke, an der ein blinder Bar­keeper Getränke aus­schenkt. Kommu­nikation in der Finster­nis, bezahlen und das Geld nur er­fühlen, trinken ohne das Getränk zu sehen — für einen sehenden Menschen bietet sich ein völlig neues Erfahrungs­feld. Auch Musik kann hier über den Tast­sinn erfasst werden. An zwei Vibrations­wänden aus Holz und im Boden eingelassenen Bass-Magneten spüren die Besu­cher die tiefen Töne der Musik. Über eine Licht­schleuse werden die Con­tainer dann nach ca. 15 Minuten wieder verlassen — in eine für sehende Menschen barriere­freie Umwelt.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Blindeninstitutsstiftung München
Connie Kölker-Damskis, Telefon (0 89) 16 78 12 - 1 54
E-Mail  c.koelker-damskis@blindeninstitut.de

Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund
Elke Runte, Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
E-Mail  oeffentlichkeitsarbeit@bbsb.org

Anmeldungen für den Besuch im „Erlebnis im Dunkeln“:
Telefon (01 80) 08 2005 und  www.BUGA2005.de

 

Elke Runte
Leitung Ab­teilung Öffent­lich­keits­arbeit und Fund­raising
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org

P.S.: Mit freundlicher Unterstützung der Georg-und-Hanne-Zimmermann-Stiftung und der Münchner Augenklinik am Marien­platz konnte der Druck einiger Informations­materialien realisiert werden.
Wir danken herzlich!