Titelblatt des Elternflyers "Das Besondere Kind": eine Puppe mit Augenbinde

Neue Broschüre des BBSB

Das Besondere Kind

Ein Rat­geber für Eltern blinder, seh­behinderter und mehrfach­behinderter Kinder
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Presse­mitteilung

München, 8. Dezember 2005

 

Erfolg­reicher Ab­schluss!

19 Teil­nehmer erwerben wieder Beratungs­zertifikat des Baye­rischen Blinden- und Seh­behin­derten­bundes

Vom Samstag, den 19. November bis Samstag, den 26. November 2005 fand im Aura-Hotel Kur- und Begegnungs­zentrum Saulgrub des BBSB die Qualifizierungs­maß­nahme „Beratungs­zertifikat“ statt.

Mit diesem Seminar schloss der BBSB den dritten und letzten Block seiner Fort­bildung für neue, in der Beratung stehende Mit­arbeiterinnen und Mit­arbeiter ab. Sie haben sich in der Seminar­reihe das not­wendige Wissen für die Beratung blinder und seh­behin­derter Menschen sowie ihrer Ange­hörigen angeeignet.

Sehende Begleit­personen der selbst blinden oder seh­behin­derten Mit­arbeiter, die bei der Durch­führung von Haus­besuchen unter­stützend tätig sind, nahmen die Einladung zur Teil­nahme ebenfalls an.

Die Seminar­teilnehmer erhielten das „Beratungs­zertifikat“ mit Einsatz­empfehlungen. 19 neue ehren­amtliche und haupt­berufliche Mit­arbeiterinnen und Mit­arbeiter sowie 5 Begleit­personen aus 8 der insgesamt 10 Beratungs­stellen des BBSB kamen zu diesem Seminar zusammen.

Die Basis­qualifi­kation wurde bei diesem Seminar mit den Themen „Über­blick über Grund­sicherungs­leistungen nach SGB II und SGB XII“ sowie „Grundzüge des Renten­versicherungs­rechts der Bundes­republik Deutsch­land“, das durch einen Referenten der Deutschen Renten­versicherung Ober­bayern vermittelt wurde, abgerundet. Der Geschäfts­führer des BBSB schloss diesen Bereich mit Information und Diskussion zu „Aktuelles aus der Verbands- und Sozial­politik“ ab.

Im Bereich der blinden- und seh­behin­derten­spezifischen Qualifi­kationen wurde eine Exkursion zur Südbaye­rischen Wohn- und Werk­stätten für Blinde und Seh­behin­derte gGmbH (SWW) — einer Einrichtung für blinde und seh­behinderte Erwachsene mit weiteren Handicaps — sowie in die Landes­geschäfts­stelle des BBSB nach München durchgeführt.

Gruppenfoto der SeminarteilnehmerEin wesent­licher Bestand­teil des Seminars ist die Vor­berei­tung, Durch­führung und Nach­berei­tung von Beratungs­gesprä­chen. Neben einer ein­fühl­samen Gesprächs­führung gehören hierzu bei­spiels­weise das Wissen um Nach­teils­aus­gleiche und die dazu gehö­renden Anträge auf Fest­stellung des Grades der Behin­derung sowie die organisa­torische Planung.

Unter der Überschrift „Ehren­amtliches Engage­ment — zwischen Auf­opferung und Profes­sionalität“ setzten sich die Teil­nehmer dann mit den Rechten, Pflichten und persönlichen Grenzen ihres ehren­amtlichen Engage­ments sowie mit ihren Auf­trägen als Mit­arbeiter des BBSB aus­einander. Eine lang­jährige Blinden- und Seh­behin­derten­bera­terin berich­tete von ihren eigenen Erfah­rungen, gab Tipps zu „Organi­sation von Ver­anstal­tungen auf ört­icher Ebene und Mög­lich­keiten der Öffent­lich­keits­arbeit“.

Für die Zertifizierung werteten alle Teil­nehmer ein auf CD aufgenom­menes Beratungs­gespräch einzeln aus und hielten ihre Erkennt­nisse schrift­lich fest. In Einzel­gesprächen mit der Fort­bildungs­leitung erhielten sie Rück­meldung zu dieser Arbeit und über ihren Kenntnis­stand.

Auch für diesen Seminar­block erhielten die Teilneh­merinnen und Teil­nehmer ihre Seminar­skripte nach indivi­duellem Bedarf in Normal­schrift, Maxi-Druck, Punkt­schrift sowie auf Kassette und Diskette.

Bei der Seminar­auswertung äußerten sich die Teil­nehmer durch­weg zufrieden mit Inhalt und Durch­führung der Fort­bildung und gaben konstruktive Anregungen.

 

Seit 2003 ist die Teil­nahme an der Seminar­reihe „Beratungs­zertifikat“ für die ehren­amtlich tätigen Blinden- und Seh­behin­derten­berater des BBSB Pflicht. Haupt­berufliche Mit­arbeiter, die neu in der Beratung blinder und seh­behin­derter Menschen stehen, nehmen das Angebot dieser Fort­bildung zunehmend wahr. Auch Mit­arbeitern, die schon länger in der Beratungs­tätigkeit stehen und dafür natürlich auch an bestimmten Quali­fizierungen teil­genommen haben, wurde die Möglich­keit gegeben, die Zerti­fizierung nach­zuholen. Insgesamt haben bisher 79 Mit­arbeite­rinnen und Mit­arbeiter das Beratungs­zertifikat erworben.

Die Selbst­hilfe­organisation hat die Erfahrung gemacht, dass sich gerade ehren­amtlich tätige Mit­arbeiter durch die mit dem Zerti­fikat noch besser dokumentierte Qualifi­zierung auf­gewertet fühlen und angespornt werden. Selbst­verständlich bedeutet das erfolg­reiche Absolvieren für den Rat­suchenden noch mehr Beratungs­qualität bei zum Teil recht komplexen und schwierigen Fragen.

In Bayern leben 17485 blinde und 61551 seh­behinderte Menschen.

Annette Diessner, Dipl.-Soz.päd.(BA)

 

Für Rückfragen und die Vermittlung von Interviewpartnern wenden Sie sich bitte an:

Elke Runte
Baye­rischer Blinden- und Seh­behinderten­bund e.V.
Leitung Ab­teilung Öffent­lich­keits­arbeit und Fund­raising
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