Logo Tag des Weißen Stockes 2004
Titelblatt des Elternflyers "Das Besondere Kind": eine Puppe mit Augenbinde

Neue Broschüre des BBSB

Das Besondere Kind

Ein Rat­geber für Eltern blinder, seh­behinderter und mehrfach­behinderter Kinder
Bestellen Sie Ihr Exemplar mit unserem  Online-Bestellformular

Endlich da!

Neuauflage der Broschüre

„Ich sehe so, wie Du nicht siehst — Wie lebt man mit einer Seh­behin­derung?“

Titelblatt der Broschüre

Hier können Sie  die Broschüre bestellen …

 

Pressemitteilung zum Tag des weißen Stockes, 15. Oktober 2004

München, 15. Oktober 2004

„Blind sein, wie ist das?“

Vier Stationen schaffen Einblick

Zum seit 40 Jahren stattfindenden Aktionstag blinder Menschen am 15. Oktober veranstaltete der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund in der Landesgeschäftsstelle in München einen „Erlebnisparcours“, der einen Einblick in die Lebenssituation von Menschen ohne Augenlicht vermitteln sollte.

Die sehenden Gäste, eine Gruppe Studenten der Altenpflegeschule Heimerer und eine ganze Reihe von Journalisten, konnten im Dunkelerlebnis für kurze Zeit erspü­ren, wie es ist, wenn das Auge Urlaub hat und sich die Wahrnehmung auf die ande­ren Sinne konzentrieren und beschränken muss. Patricia Formisano und Bernhard Claus führten durch den Dunkelraum.

Elmar Dosch, Hörfilmbeauftragter des BBSB, erklärte, was ein Hörfilm ist und was einen guten Hörfilm ausmacht. Audiodeskription heißt hier das Zauberwort und ge­meint sind zusätzliche akustische Bildbeschreibungen, die es blinden Zuschauern ermöglichen, einen Film überhaupt zu verfolgen.

Heidi Böhm zeigte Hilfs­mittel für den Alltag, zum Bei­spiel sprechende Uhren und eine Schab­lone, mit der man Bank­noten und Münzen erkennen kann. Sie erklärte den Besu­chern auch, wie Blinden­schrift geschrie­ben und gelesen wird.
Wer sich dann noch informieren wollte, wie Blinden­schrift­zeitungen und Blinden­schrift­bücher entstehen, der schloss sich einer Gruppe an, die das BIT-Zentrum (Beratung — Information — Textservice) besichtigte.

Alle Mitarbeiter des BBSB, die den interessierten Gästen Rede und Antwort standen, sind selbst blind und wissen, wie man trotz dieses gravierenden Handicaps ein weit­gehend selbst­bestimmtes und selbst­ständiges Leben führen kann. Dies ist jedoch nur möglich nach einem intensiven Training, besonders in Orien­tierung und Mobilität. Zur selbst­ständigen Lebens­führung gehört auch die Fähig­keit, den Haus­halt zu be­wältigen. Zur Vermitt­lung all dieser nötigen Kennt­nisse unter­hält der BBSB ein flächen­deckendes Netz von Dienst­leistungen und Angeboten.

In den zehn Beratungsstellen des BBSB finden blinde und sehbehinderte Menschen, deren Angehörige und alle Interessierten kompetente Ansprechpartner.

Christian Seuß, Landes­geschäfts­führer des BBSB, hob hervor: „Mit unserer heutigen Aktion wollen wir weiter für die Bedürf­nisse blinder Menschen sensi­bilisieren. Wir wollen aber auch deut­lich machen, dass trotz vieler Hilfen und trotz guten Trainings Blind­heit und starke Seh­behinderung das Leben eines jeden Betroffenen drama­tisch verändern. Die Bewäl­tigung dieses Schick­sals ist eine täg­liche Heraus­forderung. Viele der Hilfen, die blinde Menschen benötigen, kosten Geld, daher ist das Blinden­geld der wichtigste Nachteils­ausgleich, den wir dringend brauchen.“

In Bayern leben knapp 17000 blinde und rund 55000 stark seh­behinderte Men­schen. Etwa 70 % der Betroffenen sind älter als 60 Jahre. Als wichtigste Erblindungs­ursachen gelten die Alters­bedingte Makula­degeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star) und die Zucker­krankheit (Diabetes mellitus).

Logo zum Tag des Weißen Stockes 2004

Der Tag des weißen Stocks bildet in diesem Jahr wieder den Abschluss­tag der Woche des Sehens (9. bis 15. Oktober), einem bundes­weiten Aktions­bündnis von neun Partner­organisa­tionen. Nähere Informa­tionen hierzu finden Sie auch unter  www.woche-des-sehens.de.

Mit Informations­ständen, einem Tag der offenen Tür und auch Ver­anstaltungen in Zusammen­arbeit mit Augen­ärzten und Optikern beteiligten sich die Beratungs­stellen des BBSB an der Woche des Sehens.

Die nächst­gelegene Beratungs­stelle des BBSB ist unter der bundes­weit einheit­lichen Ruf­nummer (0 18 05) 666 456 (0,12 € pro Minute) zu erreichen. Dort erhalten alle Rat­suchenden Informa­tionen über die verschie­denen Hilfen.

 

 

Baye­rischer Blinden- und Seh­behinderten­bund e.V.
Elke Runte
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage  www.bbsb.org