
Ein Ratgeber für Eltern blinder, sehbehinderter und mehrfachbehinderter Kinder
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Zum jährlich am 15. Oktober stattfindenden Aktionstag der Blinden, dem „Tag des weißen Stockes“, informieren der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und seine rund 270 Landes- und Ortsvereine dieses Jahr unter dem Motto „Wie ist das, blind zu sein?“ über die Alltagsprobleme der 145000 blinden Menschen in Deutschland. Dazu wird es bundesweit eine Vielzahl von Veranstaltungen wie Dunkelcafés, Vorführungen von Blindenführhunden oder Mobilitätstraining für sehende Menschen mit verbundenen Augen geben. Überschattet wird auch der diesjährige Tag des weißen Stockes durch die Pläne einiger Landesregierungen, das Blindengeld zu kürzen oder ganz abzuschaffen. Auch hierzu sind Aktionen geplant.
„Bayern, Berlin und Niedersachsen haben
Anfang dieses Jahres das Blindengeld drastisch gekürzt. Hamburg und Thüringen wollen ab Anfang Januar 2005
die Höhe des Blindengeldes deutlich herunterfahren. Niedersachsen will das Blindengeld abschaffen und empfiehlt
diesen Schritt allen anderen Bundesländern zur Nachahmung. Wenn das nicht gestoppt wird, heißt ‚blind
sein‘ sehr bald auch wieder automatisch ‚arm sein‘, denn die Pflegeversicherung zahlt bei Blindheit nicht“,
so Jürgen Lubnau, selbst blinder Präsident des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV). „Wir
bitten alle Menschen mit einem sozialen Gewissen in diesem Land, sich für den Erhalt des finanziellen Nachteilausgleiches
für Blinde einzusetzen und sich in unsere Unterschriftenlisten einzutragen. Online unter
www.blindengeld-muss-bleiben.de
oder auf Papier bei jedem Blinden- und Sehbehindertenverein in Deutschland.“
Hintergrund der Aktion ist, dass bei der Abschaffung des Blindengeldes Menschen ohne Augenlicht ihre behinderungsbedingten Kosten beispielsweise für private Vorlesehilfen, Begleitpersonen zu Arztbesuchen und ähnliches selbst tragen müssten, bis ihre Ersparnisse soweit aufgebraucht sind, dass sie die Voraussetzungen für den Bezug von Sozialhilfe erfüllen.

Der jährlich
am 15. Oktober stattfindende „Tag des weißen Stockes“ ist seit 40 Jahren der internationale
Aktionstag, der von den über 50 deutschen Organisationen der blinden Menschen und ihrer Förderer genutzt
wird, um auf die speziellen Belange dieser Behindertengruppe hinzuweisen. Er ist wie im vergangenem Jahr zugleich
Abschlusstag der „Woche
des Sehens — Blindheit verhüten, Blindheit verstehen“, einer Gemeinschaftsaktion von 9 Partnerorganisationen.
Die nächstgelegene Kontaktstelle des DBSV und seiner Landesvereine ist unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer (0 18 05) 666 4 56 (0,12 € pro Minute ) zu erreichen. Dort erhalten blinde Menschen und ihre Angehörigen Informationen zu Hilfsmitteln und eine Beratung zu individuellen Problemen.
Weitere Informationen sowie Bildmaterial
zum honorarfreien Abdruck erhalten Sie bei:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.
Thomas Krieger
Telefon (0 30) 28 53 87 - 0; Fax (0 30) 28 53 87 - 20
E-Mail:
t.krieger@dbsv.org
Weitere Informationen zum Thema Blindengeld:
www.dbsv.org/blindengeld
Weitere Informationen
zur Woche des Sehens:
www.woche-des-sehens.de
Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
Elke Runte
Leitung Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
Arnulfstraße 22
80335 München
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
www.bbsb.org
elke.runte@bbsb.org