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Pressemitteilung

27. Mai 2004

Ich sehe so, wie du nicht siehst – Verschiedene Formen von Sehbehinderungen

Selbsthilfeverbände informieren bundesweit über die Ursachen und Auswirkungen von verschiedenen Sehbehinderungen

„Ich sehe so, wie du nicht siehst – Verschiedene Formen von Sehbehinderungen“ ist das diesjährige Motto des jährlich am 6. Juni stattfindenden Sehbehindertentages. Bundesweit werden an diesem Tag der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), seine 270 Landes- und Ortsvereine sowie rund 30 weitere Organisationen des Sehbehindertenwesens durch vielfältige Aktionen auf die Ursachen und Auswirkungen verschiedener Sehbehinderungen aufmerksam machen.

„Über eine halbe Million Menschen in Deutschland sehen selbst mit Brille und Kontaktlinsen weniger als 30 Prozent von dem, was ein normal sehender Mensch über die Augen wahrnimmt. Doch im Vergleich zu anderen Behindertengruppen werden sehbehinderte Menschen kaum wahrgenommen, weil sie nur selten spezielle und auffällige Hilfsmittel wie Lupenbrillen in der Öffentlichkeit nutzen“, so Jürgen Lubnau, Präsident des DBSV. „Wie viel diese Menschen mit sehr verschiedenen Sehbehinderungen noch sehen und welche Probleme sich daraus ergeben, darüber wollen wir dieses Jahr am 6. Juni informieren.“
Die Selbsthilfevereine der Sehbehinderten laden an diesem Tag die Öffentlichkeit ein, durch spezielle Simulationsbrillen die Welt aus der Sicht von Sehbehinderten zu betrachten, und stellen in Ausstellungen Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen vor.

Daneben informieren Augenärzte und Optiker in Vorträgen über Augenerkrankungen, die eine Gefahr für das Augenlicht darstellen, und geben Auskunft, wie solche Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden können.

Der DBSV hat begleitend zum Thema die Broschüre „Klartext“ herausgegeben, in der die Probleme sehbehinderter Menschen bei der Orientierung im öffentlichen Verkehr dargestellt werden. Die Broschüre kann bei den Landesvereinen des DBSV unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer (0 18 05) 66 64 56 bestellt werden (0,12 € pro Minute).

Der jährlich am 6. Juni stattfindende Sehbehindertentag wird als Aktionstag von den über 50 Organisationen der Sehbehinderten und ihrer Förderer in Deutschland genutzt, um auf die speziellen Belange dieser Behindertengruppe hinzuweisen. Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland sind sehbehindert, das heißt, dass sie auf dem besseren Auge trotz Brille über weniger als 30 Prozent der normalen Sehkraft verfügen. Besonders ältere Menschen sind von dieser Behinderung betroffen, zumeist infolge einer degenerativen Erkrankung der Netzhaut.

Die nächstgelegene Beratungsstelle des DBSV ist unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer (0 18 05) 66 64 56 (0,12 € pro Minute) zu erreichen. Hier erhalten Sehbehinderte und ihre Angehörigen Informationen zu Hilfsmitteln und eine spezielle Beratung.