Der Europaweite Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung findet am 5. Mai 2004 von 10 bis 17 Uhr auf dem Münchner Marienplatz statt.
Er wird ausschließlich von Organisationen selbst betroffener Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung organisiert und durchgeführt. Knapp 40 Selbsthilfeorganisationen des Aktionsbündnisses beteiligen sich mit Informationsständen.
Ein Rahmenprogramm mit verschiedenen Aktionen auf dem Marienplatz soll dazu anregen, mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen und Interesse für die Anliegen der Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit zu wecken.
Ein Rollstuhlparcours macht Einschränkungen bei verschiedenen Behinderungen erfahrbar. Um 15 Uhr findet eine
Demonstration zum Odeonsplatz mit Kundgebung statt.
4. Mai 2004
Seit mehreren Jahren führt das Aktionsbündnis der Selbsthilfeorganisationen, bestehend aus der Landesarbeitsgemeinschaft „Hilfe für Behinderte“ in Bayern e.V. mit ihren 89 landesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen und Münchner Selbsthilfeinitiativen den Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf dem Marienplatz durch.
Im Kampf um die Inanspruchnahme der Bürgerlichen Rechte, auch für Menschen mit chronischer Krankheit oder Behinderung, haben wir mittlerweile erreicht:
Diese gesetzlichen Regelungen waren wichtige Schritte im Kampf gegen die Benachteiligung chronisch kranker und behinderter Menschen in der Bundesrepublik Deutschland und in Bayern.
Nach nunmehr fast einem Jahr wird am 5. Mai 2004 in München erstmalig Bilanz gezogen:
Vertreter aus den unterschiedlichen Selbsthilfeorganisationen werden von ihren Erfahrungen berichten.
In einer Talkrunde werden auch Politiker aus den Fraktionen des Bayerischen Landtags zu diesen Fragen Stellung beziehen.
Die neue Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Anita Knochner, wird zur Eröffnung der Veranstaltung
ein Grußwort sprechen. Zu Gast ist außerdem die bekannte ZDF Moderatorin Nina Ruge, Schirmfrau des Netzwerkes
von und für Frauen und Mädchen mit Behinderungen.
Die Moderation übernimmt Frau Fraua Ferlemann vom Bayerischen Rundfunk.