Ein Ratgeber für Eltern blinder, sehbehinderter und mehrfachbehinderter Kinder
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Am Samstag, den 25. September 2004 veranstaltete der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) einen „Familientag“ in der Landesgeschäftsstelle in München.
Die Landesvorsitzende des BBSB, Judith Faltl, konnte 9 Familien begrüßen. Sehende Eltern, aber auch einige selbst betroffene Eltern mit insgesamt 18 Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren waren gekommen. Unter den Kindern waren sowohl blinde, sehbehinderte als auch sehende Kinder.
Zu Beginn des Familientages
stand die Vorstellung der neuen Broschüre „Das besondere Kind“ auf dem Programm. Der Elternreferent
des BBSB, Horst Jachmann, stellte den Gästen diesen
Ratgeber für Eltern blinder, sehbehinderter und mehrfach
behinderter Kinder vor. Das Grußwort zu dieser Broschüre hat die Frau des Bundespräsidenten, Eva
Köhler, geschrieben — auch
unter dem Blickwinkel ihrer persönlichen Betroffenheit als Mutter einer blinden Tochter.
Die Broschüre gibt
Auskunft über die Auswirkungen von Blindheit und Sehbehinderung im Kindesalter; sie bezieht die ganze Familie
in die veränderte Lebenssituation ein, behandelt die Bereiche Orientierung und Mobilität sowie Schul- und
Berufsausbildung.
Im Verlauf des Nachmittags hatten die Erwachsenen Gelegenheit zum persönlichen Erfahrungsaustausch. Hier war es besonders hilfreich, dass auch einige blinde und sehbehinderte Eltern dabei waren, die den sehenden Eltern in Bezug auf die neue Lebenssituation ihre eigenen Erfahrungen mitteilen konnten.
Im Kreativ-Workshop waren die Kinder derweil ganz
anders beschäftigt. Unter Anleitung von Elke Zollitsch und Gabi Zapf konnten sie sich mit Tanzen, Musizieren und
Spielen vergnügen.
Dem „Kuchen-Programm“ am Nachmittag war natürlich keine Altersgrenze gesetzt
und alle erfreuten sich an diesem Programmpunkt.
Die Hilfsmittelberaterin des BBSB, Martina Lerch, zeigte Alltagshilfen die wiederum mehr die Erwachsenen interessierten, während die Kinder sich auf die Spiele mit tastbaren Markierungen und andere für blinde und sehbehinderte Kinder geeignete Spielsachen konzentrierten.
Auf meine Frage, was denn die größten Sorgen der anwesenden Eltern gewesen sind, antwortete Bernhard Claus, Geschäftsführungsassistent: „Die meisten Eltern, gerade der kleinen Kinder, stellen sich die Frage wie geht es mit meinem Kind weiter?“ Die Entscheidung, soll das Kind in eine integrative Schule gehen oder soll es eine Förderschule besuchen, ist nicht leicht und muss sich am persönlichen Bedürfnis des Kindes und an seinen Möglichkeiten orientieren. Auch die Frage nach geeigneten Hilfsmitteln und den für die schulische Ausbildung nötigen Lernhilfen für das blinde oder sehbehinderte Kind, beschäftigen die Eltern sehr.
Elke Runte
Leitung Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
Auf Wunsch senden wir Ihnen die Broschüre Das besondere Kind gerne zu. Bitte wenden Sie sich auch bei allen anderen
Fragen an:
Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
Arnulfstraße 22
80335 München
Telefon (0 89) 5 59 88 - 0
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
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