Löwe mit verbundenen Augen, das Symbol des bayerischen Widerstands gegen Blindengeldabschaffung

„Augen auf!“

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Baye­rischer Blinden- und Seh­behinderten­bund
Elke Runte
Leitung Bereich Kommunikation
Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 72
Fax (0 89) 5 59 88 - 1 79
 elke.runte@bbsb.org

 

Pressemitteilung

München, 26. Juli 2004

Augen auf!
Blinden­geld in Nieder­sachsen in Gefahr

Der Landes­vorstand des Bayerischen Blinden- und Seh­behinderten­bundes (BBSB) miss­billigt die Pläne der nieder­sächsischen Landes­regierung, das Blinden­geld abzu­schaffen. „Blinde Menschen werden wieder in die Armut gedrängt“, kritisiert die Landes­vorsitzende des BBSB, Judith Faltl.

Zum 1. Januar 2005 soll es diese für blinde Menschen wichtigste Sozial­leistung in Nieder­sachsen nicht mehr geben. Ab dann sollen nur noch sozial­hilfe­bedürf­tige Blinde einen finanziellen Aus­gleich für die Kosten erhalten, die ihnen aufgrund ihrer Behin­derung ent­stehen.

Blinde Menschen haben durch ihre Behin­derung viele zusätz­liche Kosten, weil sie zum Beispiel teure Hilfs­mittel brauchen und häufig auf Begleitung und Assis­tenz ange­wiesen sind. Das Blinden­geld versucht, einen so unglaub­lich großen Verlust wie den des Augen­lichtes aus­zu­gleichen — wer es ab­schaffen will, ver­ab­schiedet sich von der Idee der Chancen­gleich­heit für behinderte Menschen.

 

Heute in Nieder­sachsen, morgen in ganz Deutschland?

Unter­stützen Sie den Kampf der nieder­sächsischen Blinden für das Blinden­geld auch in Bayern!  Machen Sie mit bei der Online-Unterschriften­aktion unter www.blindengeld-muss-bleiben.de

Unter der gleichen Adresse gibt es auch eine „klassische“ Unter­schriften­liste zum Herunter­laden.

Für den 11. September 2004 ist um 12 Uhr eine Demons­tration in Hannover ange­kündigt. Weitere Infos dazu unter  www.bbsb.org oder bei Herrn Bernhard Claus, Geschäfts­führungs­assistent, Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 26.

 

Elke Runte
Leitung Ab­teilung Öffent­lich­keits­arbeit und Fund­raising