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Stellen­angebote

Der Baye­rische Blinden- und Seh­behin­derten­bund sucht eine/n

 Mitarbeiter/in des Aufsprachedienstes

 Mitarbeiter/in des Textservices

 Leitung des Fachbereichs Beratung und Rehabilitation

Baye­rischer Blinden- und Seh­behin­derten­bund e.V. (BBSB)

Der BBSB ist die Selbst­hilfe­organi­sation der über 80000 blinden und seh­behin­derten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Inter­essen gegen­über Politik, Wirt­schaft und Öf­fent­lich­keit. Ziel des BBSB ist, blinden und seh­behin­derten Menschen ein selbst­bestimm­tes Leben in der Gemein­schaft zu ermög­lichen. In 10 Beratungs- und Begeg­nungs­zentren bietet der BBSB wohnortnahe Hilfen an — dazu gehören der ambulante Reha-Dienst mit Training in Orientierung und Mobilität sowie selbst­ständiger Haushalts- und Lebens­führung; sozial­rechtliche Beratung, individueller Text­service, berufliche Rehabili­tation, Austausch mit Gleich­betroffenen, Freizeit und Fort­bildung.

Pressemitteilung

München, 4. Mai 2011

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Donnerstag 5. Mai 2011 auf dem Münchner Marienplatz, 10.00 – 17.00 Uhr

Jedes Jahr am 5. Mai treffen sich chronisch kranke und behinderte Menschen auf dem Münchener Marienplatz, um die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass die konkrete Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft noch nicht erreicht ist.

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, die dort formulierten Grundsätze einer inklusiven Gesellschaft umzusetzen.

Behinderte Menschen wollen eine inklusive Gesellschaft, in der Menschen mit einer chronischen Krankheit und Behinderung vom Kindergarten über die Schule bis ins Arbeitsleben von Anfang an möglichst ohne Sonderweg im gleichen Maß ausgebildet und gefördert werden. Inklusion bedeutet, dass auch Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung nicht wegen der Behinderung oder der Schwere der Behinderung von den gesellschaftlichen Angeboten und Teilhabemöglichkeiten ausgeschlossen werden.

Für "nichtbehinderte" Kinder z.B. im Kindergarten und in der Schule führt die Auseinandersetzung bzw. das Miterleben, wie behinderte Kinder im Bildungs- und Lernprozess einbezogen werden, zu einer Stärkung der "sozialen Kompetenz". Inklusion schafft die Möglichkeit für eine neues Verständnis und ein neues Bewusstsein im Verhältnis von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Inklusion darf aber nicht bedeuten, die spezielle notwendige Förderung den chronisch kranken und behinderten Menschen zu versagen. Dies bedeutet, dass chronisch kranke und behinderte Menschen von Anfang an entsprechend ihren Bedürfnissen individuell gefördert werden und am Inklusionsprozess zu beteiligen sind.

Das diesjährige Motto lautet deshalb:

Kein Sonderweg! Inklusion behinderter Menschen von Anfang an

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e. V. mit ihren 102 landesweit tätigen Selbsthilfeverbänden und über 40 Münchner Selbsthilfeinitiativen wollen den Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zum Anlass nehmen, um über den Stand der Inklusion in Bayern Bilanz zu ziehen. Wie in den letzten Jahren soll mit Informationsständen und einem bunten Bühnenprogramm die Bevölkerung eingeladen werden, sich der neuen Herausforderung zu einer inklusiven Gesellschaft zu stellen. Insbesondere an diesem Tag, an dem traditionell so viele chronisch kranke und behinderte Menschen an dem Marienplatz anzutreffen sind wie sonst an keinem Tag, bietet sich für die Bevölkerung und für die chronisch kranken und behinderten Menschen die Gelegenheit, gegenseitig voneinander mehr zu erfahren.

 

Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V.
Orleansplatz 3
81667 München
Tel.: 089/45 99 24 - 0