direkt zum Inhalt

Baye­rischer Blinden- und Seh­behin­derten­bund e.V. (BBSB)

Der BBSB ist die Selbst­hilfe­organi­sation der über 80000 blinden und seh­behin­derten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Inter­essen gegen­über Politik, Wirt­schaft und Öf­fent­lich­keit. Ziel des BBSB ist, blinden und seh­behin­derten Menschen ein selbst­bestimm­tes Leben in der Gemein­schaft zu ermög­lichen. In 10 Beratungs- und Begeg­nungs­zentren bietet der BBSB wohnortnahe Hilfen an — dazu gehören der ambulante Reha-Dienst mit Training in Orientierung und Mobilität sowie selbst­ständiger Haushalts- und Lebens­führung; sozial­rechtliche Beratung, individueller Text­service, berufliche Rehabili­tation, Austausch mit Gleich­betroffenen, Freizeit und Fort­bildung.

Neuer BBSB-Flyer zur Altersbedingten Makula-Degeneration

Jetzt anfordern!

„Ein paar Minuten für Ihr Augenlicht“

Titelblatt des Flyers

Hier können Sie  den Flyer bestellen …

Stellen­angebote

Der Baye­rische Blinden- und Seh­behin­derten­bund sucht eine/n

 Auszubildende/ Auszubildenden für die Öffentlichkeitsarbeit

Presse­mitteilung

München, 10. März 2010

Mit Optimismus den Berufsstart planen

Der Baye­rische Blinden- und Seh­behin­derten­bund e. V. (BBSB) hilft blinden und sehbehinderten Schülern bei der beruflichen Orientierung

34 sehbehinderte und blinde Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen an Haupt­schulen und der 9. Klassen an Real­schulen kamen gemeinsam mit ihren Lehrern und größtenteils mit ihren Eltern vom 3. bis 6. März 2010 in das Aura-Hotel Saulgrub zum Seminar zur vertieften Berufs­orien­tierung „Fit for Future — vier Tage rund um den Job“.

Veranstalter war der Baye­rische Blinden- und Seh­behin­derten­bund e.V. (BBSB) in Koope­ration mit der Bundes­agentur für Arbeit, die die Veran­staltung auch finanziell unter­stützte und in Zusammen­arbeit mit den Förder­zentren für blinde und seh­behin­derte Schüler — dem Bildungs­zentrum für Blinde und Seh­behin­derte Nürnberg (BBS), der Graf-zu-Bentheim-Schule des Blinden­instituts Würzburg und dem Seh­behin­derten- und Blinden­zentrum (SBZ) Unter­schleiß­heim — das Seminar organisierte.

Im Mittelpunkt des Seminars standen siebzehn sehbe­hinderte und blinde Berufs­tätige, die den Schülern und den Eltern zunächst in Kurz­vorträgen aus ihrem beruflichen Alltag berich­teten, Informa­tionen über sich und ihren Werdegang gaben und anschließend im persönlichen Gespräch Rede und Antwort standen und oft auch aus dem Näh­kästchen plauderten.
Die Palette reichte von IT- und musika­lischen Berufen, über Dialog­marketing und Tele­kommu­nikation, dem Öffent­lichen Dienst, Metall­berufen, Haus­wirt­schaft, Einzel­handel, Erziehungs­berufe und Alten­pflege, bis hin zum Physio­therapeuten, der Restaurant­fach­kraft, dem Garten- und Landschafts­bauer sowie zu Nischen­berufen wie Korb­flechten und Medi­zinische Tast­unter­sucherin.

In besonderen Workshops wurden die Beschäf­tigungs- und Lebens­perspektiven in der Werkstatt für seh­geschädigte Menschen und Möglich­keiten der weiter­führenden schulischen Bildung zum Abitur oder Fach­abitur beleuchtet.

Die Fach­beraterinnen der Arbeits­agentur, Susan Bernhard (Nürnberg) und Sabine Köstler (München), stellten anschaulich die Unter­stützungs­angebote der Arbeits­verwaltung dar, die eng mit den Förder­zentren für Blinde und Seh­behinderte zusammen­arbeiten und mithelfen, die Eignung für gewisse Berufe heraus­zufinden und bei der beruflichen Ausbildung und Jobsuche durch unter­schiedliche finanzielle Förder­instrumente helfen.

Da nicht alle seh­geschä­digten Schüler den Weg der betrieb­lichen Ausbildung bewältigen können, sind die beruflichen Bildungs­angebote der speziellen Berufs­bildungs­werke für sehbe­hinderte und blinde Menschen und die Angebote der spezialisierten Berufs­fach­schulen von großer Bedeutung. Sie verfügen über entsprechend auf­bereitetes Unter­richts- und Anschauungs­material, über qualifiziertes Fach­personal und über Fach­berater, die beim Übergang ins Berufs­leben unter­stützen.

Vertreter des Bildungs­zentrums für Blinde und Seh­behin­derte (BBS) Nürnberg, der Berufs­förderungs­werke (BFW) Stuttgart, Chemnitz und Würzburg, der Frankfurter Blinden­stiftung sowie der Deutschen Blinden­studien­anstalt Marburg waren gekommen, um ihre Angebote darzu­stellen und anschließend im persönlichen Gespräch weitere Einzel­heiten zu erläutern.

In getrennten Workshops für Eltern und Schüler wurde das Thema „Umgang mit der Seh­behin­derung bei Bewerbungen, in Aus­bildung und Beruf sowie im beruf­lichen Alltag“ erörtert. Auch die Frage, wie die Eltern das schritt­weise Selbst­ständig­werden ihrer Kinder aktiv fördern und sie bei ihrem Weg begleiten können, wurde besprochen.

Bei diesem umfassenden Programm blieb wenig Zeit, zum Beispiel im Schwimmbad, auf der Kegel­bahn und im Bistro die vielen Annehmlich­keiten des Aura-Hotels Saulgrub, das vom BBSB betrieben wird und ganz auf die Bedürfnisse sehbehin­derter Menschen ein­gerichtet ist, zu nutzen. Gleichwohl fand sich zwischen­durch immer wieder die Zeit für private Gespräche sowie Spiel, Spaß und Tanz am Abend.

Die Rück­meldung der Schüler und Eltern war sehr positiv. „Wir haben eine Menge Informationen erhalten, sehr viele neue Kontakte geknüpft und eine Vielzahl seh­behin­derter und blinder Menschen kennen­gelernt, die uns mit dem Optimismus nach Hause fahren lassen, dass auch unser Kind seinen Weg finden wird“, so resü­mierten einige Eltern.

Christian Seuß, Landes­geschäfts­führer des BBSB, dankte allen Refe­rentinnen und Refe­renten für ihren Einsatz und allen, nicht zuletzt auch der Bundes­agentur für Arbeit, für ihre Mithilfe. Für den BBSB ist die Förderung der beruflichen Integration und Teilhabe seh­behin­derter und blinder Menschen eine zentrale Aufgabe. Deshalb veran­staltet die Selbst­hilfe­organisation seit über zwanzig Jahren das Seminar zur vertieften Berufs­orientierung, bringt eigene Finanz­mittel ein und gewinnt berufs­tätige Betroffene, aus „Erster Hand“ ihre Erfahrungen weiter­zugeben und im weiteren Prozess der Berufs­findung beratend zur Seite zu stehen. Nicht wenige Referenten waren selbst vor einigen Jahren als Schüler dabei und erlebten das Seminar als wichtige Etappe bei der eigenen Berufs­findung.

Die Fachberater der Integrations­fach­dienste und der Sozial­abteilungen des BBSB werden gemeinsam mit Selbst­betroffenen und „Experten in eigener Sache“ im Forum Arbeit und Beruf (FArBe) des BBSB nachhaltige Unter­stützung leisten, wenn es um berufliche Fragen geht.

 

Bei Interesse vermitteln wir gerne Interview­partner oder senden Ihnen für den honorar­freien Abdruck ein Presse­foto.

Pressekontakt:
Elke Runte
Leitung Bereich Kommunikation

Telefon (0 89) 5 59 88 - 1 32
 elke.runte@bbsb.org